El Quseir: Wasser kommt nur noch alle acht bis zehn Tage – Familien kaufen es im Kanister
In El Quseir häufen sich erneut Beschwerden über Trinkwasser, das zu spät, mit zu wenig Druck oder gar nicht ankommt. Der Abstand zwischen den Pumpzeiten ist von sieben auf acht Tage gestiegen, in manchen Vierteln auf zehn. Die Wasserbehörde kündigt eine neue Entsalzungsanlage mit 25.000 Kubikmetern pro Tag an.
24. September 2026
Bewohner von El Quseir beschweren sich erneut über schwaches und unregelmäßiges Trinkwasser in ihren Häusern. In einigen Vierteln liegen inzwischen bis zu zehn Tage zwischen den Pumpzeiten, wie Al-Masry Al-Youm berichtet.
Der Abstand zwischen den Pumpdurchgängen sei von sieben auf acht Tage gestiegen, sagten Anwohner der Zeitung. Und selbst wenn der angekündigte Termin kommt, erreicht das Wasser manche Häuser nicht in ausreichender Menge. Ahmed Said sagte, das Pumpen erfolge unregelmäßig. Sayed Salah aus dem Viertel Amtidad Al-Amal berichtete, das Wasser komme auch nach dem Warten auf den angekündigten Termin nicht in den Häusern an. Ein von der Zeitung zitierter Anwohner formulierte es so: "Wir sind in Amtidad Al-Amal, wir sind seit drei Tagen ohne Wasser und warten seit acht Tagen darauf."
Im Viertel Shenshen geht es weniger um die Zeiten als um den Druck. Der Anwohner El-Sayed Yahya sagte Al-Masry Al-Youm, das Wasser komme "sehr schwach" an; bei dieser Hitze ohne Wasser und Strom auszukommen sei schwer. Einige Familien greifen auf Wassertankwagen zurück, mehrere kauften in der vergangenen Woche Wasser im Kanister, so die Zeitung.
Die Anwohner forderten das Trinkwasser- und Abwasserunternehmen sowie die zuständigen Stellen der Stadt auf, die Ursachen des schwachen Drucks in einzelnen Vierteln zu prüfen, einen Mechanismus für regelmäßiges und gerecht verteiltes Pumpen festzulegen und sicherzustellen, dass das Wasser tatsächlich in den angepeilten Häusern ankommt – und nicht nur der Pumpbeginn an der Quelle vermerkt wird.
Was das Unternehmen sagt
Generalmajor Ing. Bahaa Abdel Moneim Sayed El-Ahl, Chef des Trinkwasser- und Abwasserunternehmens für das Rote Meer, überprüfte laut Al-Masry Al-Youm sämtliche Betriebsstufen der Entsalzungsanlage in El Quseir, darunter Produktionsraten, Betriebskapazität und Effizienz der Anlagentechnik.
Er ordnete dringend an:
- die Betriebseffizienz zu erhöhen und die Produktionsleistung der Anlage rund um die Uhr zu überwachen
- die produzierte Wassermenge zu steigern, damit die Zahl der Tage zwischen den Pumpdurchgängen sinken kann
- die vorbeugende Wartung aller Einheiten und Geräte zu verstärken
Zudem solle in El Quseir eine neue Meerwasserentsalzungsanlage mit einer Produktionskapazität von 25.000 Kubikmetern pro Tag entstehen, um den steigenden Bedarf zu decken und die städtische und touristische Entwicklung der Stadt zu stützen.
Ein Datum für diese Anlage, Kosten oder eine Zielvorgabe, wie kurz der Pumpabstand werden soll, nennt der Bericht nicht. El Quseirs Wasserproblem ist dasselbe, über das diese Seite Anfang des Monats entlang der Küste berichtet hat, als am 9. September die Direkteinspeisung in Hurghadas Viertel Mubarak 11 begann. Für alle, die in El Quseir leben oder dort zu Gast sind, bleibt der praktische Punkt bis zum Bau der neuen Anlage derselbe: Der Hahn läuft nach Turnus – und der Turnus ist länger geworden.