Was hier tatsächlich schiefgeht, in der Reihenfolge, in der es tatsächlich passiert – und die ist fast das Gegenteil der Reihenfolge, in der man sich sorgt.
Die Rangfolge steht auf dem Kopf
Wer sucht, ob diese Küste sicher ist, findet zwei nutzlose Tonlagen: die der Boulevardpresse, in der das Rote Meer ein haiverseuchtes Kriegsgebiet ist, und die der Veranstalter, in der nie etwas passiert ist. Beide lassen Sie sich um das Falsche sorgen. Die Liste unten ist danach sortiert, wie wahrscheinlich das Jeweilige eine echte Reise trifft. Haie stehen an vorletzter Stelle. Die Fahrt vom Flughafen steht weit darüber.
Wie häufig: Mit Abstand das Häufigste, was hier schiefgeht. Betrifft einen erheblichen Teil der Gäste auf der ersten Reise und fast niemanden auf der fünften.
Das hier ist Wüste auf einem Breitengrad mit wirklich harter Sonne, und der ständige Seewind nimmt Ihnen das Gefühl zu verbrennen, während Sie verbrennen. Der Klassiker ist das erste Schnorcheln: Gesicht nach unten, Rücken und Waden nach oben, keine Kühlung, drei Stunden vorbei. Im Sommer liegt es im Landesinneren – Wüstenausflug, Fahrt nach Luxor – regelmäßig über 40 °C, und der Hitzeschlag kündigt sich leise als Kopfschmerz und schlechte Laune an, bevor er ernst wird.
Was hilft: Lycra-Shirt oder T-Shirt im Wasser – wirksamer als Nachcremen und es landet nicht auf dem Riff. Im Sommer zwischen etwa 11 und 15 Uhr aus der prallen Sonne. Mehr trinken, als sich nötig anfühlt, besonders auf dem Boot, wo der Fahrtwind den Schweiß versteckt. Die Hitze bei Wüstentouren ernster nehmen als am Strand.
Wie häufig: Häufig, meist harmlos und fast nie die Lebensmittelvergiftung, für die man es hält. Ein bis zwei Tage, kein Urlaubsende.
Die meisten Fälle sind die ganz normale Umstellung auf anderes Wasser, andere Bakterien und ein Buffet, das schon eine Weile offen steht – keine Verunreinigung. Lauwarm stehende Buffets, Eis aus Leitungswasser in den billigsten Häusern und mit Leitungswasser gewaschene Salate sind die üblichen Verdächtigen, dazu schlicht deutlich mehr essen als sonst.
Was hilft: Wasser aus der Flasche, in einfachen Häusern auch zum Zähneputzen. Heißes Essen heiß serviert. Am Buffet lieber das Gericht, das gerade nachgefüllt wird, als das, das schon steht. Wie man hier gut isst, ohne die ganze Woche vorsichtig zu sein, steht im Essensguide.
Wie häufig: Häufig bei allen, die mehr als zweimal schnorcheln oder tauchen – und der häufigste Grund, aus dem ein Gast hier zum Arzt geht.
Das Riff ist scharf, ein Teil davon ist giftig, und fast jede Verletzung passiert, weil jemand aufgestanden ist. Feuerkorallen verbrennen bei Berührung, Seeigelstacheln brechen im Fuß ab, und Steinfische und Drachenköpfe sind hervorragend getarnt – genau im flachen Geröll, durch das Menschen waten. Drückerfische verfolgen und beißen in der Brutzeit: eine echte, viel zu selten erwähnte Gefahr, keine Anekdote.
Was hilft: Niemals auf dem Riff stehen – das ist die ganze Antwort auf das meiste davon und schützt die Koralle ebenso wie Ihren Fuß. Badeschuhe beim Einstieg im Flachen. Hinschauen, bevor die Hand irgendwo landet. Vom Drückerfisch waagerecht wegschwimmen, nicht nach oben: Sein Revier ist ein Kegel über dem Nest.
Wie häufig: Seltener als das Obige und deutlich schwerwiegender, wenn es passiert. Das am stärksten unterschätzte Risiko.
Ägyptens Zahlen zu Verkehrstoten sind nach europäischen Maßstäben hoch, und die langen Wüstenrouten – Hurghada–Kairo, Hurghada–Luxor – haben eine schlechte Bilanz, vor allem nachts und vor allem bei Frontalzusammenstößen beim Überholen. In Transferbussen sind Gurte oft defekt oder weggeräumt. Quad- und Buggy-Touren produzieren eine stetige Zahl von Verletzten, meist bei Menschen, die noch nie eines gefahren sind, auf losem Untergrund, mit unzureichenden Helmen.
Was hilft: Dort sitzen, wo ein funktionierender Gurt ist, und ihn anlegen – auch im Transferbus, auch hinten. Lange Wüstenfahrten bei Tageslicht, lieber ein richtiger Reisebus oder ein seriöser Privatwagen als die billigste Lösung. Auf dem Quad auf einem echten Helm bestehen und im Losen vom Gas gehen: Die meisten Verletzungen sind Überschläge, keine Zusammenstöße.
Wie häufig: Selten, aber nach der Straße die ernsteste Kategorie auf dieser Seite. Fast vollständig vermeidbar.
Nicht Haie. Wind und Boote. Der vorherrschende Wind weht an weiten Teilen dieser Küste ablandig – deshalb ist das Kiten Weltklasse, und deshalb treibt ein Schwimmreifen, eine Luftmatratze oder eine müde Schwimmerin schneller vom Strand weg, als zurückgeschwommen werden kann. Der Bootsverkehr rund um Hurghada ist dicht, und Schnellboote halten sich nicht immer an markierte Fahrrinnen. Taucher geraten in Schwierigkeiten, wenn sie über ihre Ausbildung hinausgehen: Tiefe an einem Wrack, eine Strömung ohne Briefing, oder mehrere Jahre seit dem letzten Tauchgang.
Was hilft: Keine Luftmatratzen dort, wo der Wind ablandig steht. Parallel zum Ufer schwimmen, innerhalb markierter Bereiche, und auf längeren Strecken eine Signalboje mitführen. Wenn Sie hinausgetrieben werden: nicht direkt dagegen ankämpfen, sondern quer dazu schwimmen und Zeichen geben. Im Rahmen des eigenen Brevets tauchen und der Basis ehrlich sagen, wie lange es her ist. Ein Auffrischungstauchgang kostet einen Vormittag.
Wie häufig: Sehr selten. Eine Handvoll Vorfälle über Jahrzehnte gegen Millionen Badegänge pro Jahr – aber nicht null, und diese Küste hat echte Gründe, das ernst zu nehmen statt es abzutun.
Im ägyptischen Roten Meer hat es eine kleine Zahl von Hai-Vorfällen gegeben, darunter tödliche, konzentriert auf wenige Orte und wenige Jahre. Was diese Küste von den meisten Badezielen unterscheidet, ist die Geografie: Tiefes Wasser liegt stellenweise sehr nah am Ufer, sodass Hochseearten Schwimmern näher kommen können als über einem flachen Schelf je möglich wäre.
Was hilft: Die Einzelheiten stehen auf einer eigenen Seite, weil das Thema entweder eine ordentliche Antwort verdient oder gar keine.
Wie häufig: Gering. Gewaltkriminalität gegen Gäste ist wirklich selten, und die Urlaubsorte sind nachts sicherer als die meisten europäischen Städte vergleichbarer Größe.
Was Gäste tatsächlich erleben, ist Hartnäckigkeit, nicht Gefahr: Verkaufsgespräche, die beim Nein nicht aufhören, Taxipreise, die erst nach der Ankunft verhandelt werden, ein Einkauf, der zu einem langen Tee wird, und Tricks am Kartenlesegerät. Gelegenheitsdiebstahl passiert dort, wo er überall passiert – auf vollen Märkten, an unbeaufsichtigten Strandtaschen.
Was hilft: Taxipreise vor dem Einsteigen vereinbaren. Auf das Kartengerät schauen und die Abrechnung in Euro ablehnen. Ein freundliches, ununterbrochenes „la’ schukran“ im Weitergehen beendet mehr unerwünschte Gespräche als Ignorieren – der Fehler, den die meisten Gäste machen. Touristenpolizei gibt es in jedem Urlaubsort, und man darf sie ansprechen.
Notrufnummern, die Druckkammern an dieser Küste, Kliniken und konsularische Kontakte stehen auf einer gepflegten Seite statt verstreut in diesem Kapitel – damit es immer nur eine Fassung gibt, die stimmen muss.
Notrufnummern und offizielle Kontakte →Das sind allgemeine Hinweise von Menschen, die hier leben – keine medizinische, rechtliche oder sicherheitsbezogene Beratung. Bei allem Akuten gehören Sie zu einer Ärztin oder einem Arzt; die Küste hat gute Kliniken und Druckkammern. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Hinweise Ihres Auswärtigen Amtes, und halten Sie sich vor Ort an Strandsperrungen und die Briefings der Tauchbasis: Die kennen die Bedingungen von heute, diese Seite kann das nicht.
Zuletzt geprüft 25. Juli 2026. Etwas nicht mehr aktuell? Sagen Sie uns Bescheid