Einer der besten Orte der Welt für den Einstieg – und eine Küste mit Hunderten Tauchbasen von sehr unterschiedlicher Qualität. Hier der Weg durch die Kurse – und wie Sie gute Basen von den übrigen unterscheiden, bevor Sie jemandem Ihr Geld geben.
Warum ausgerechnet hier
Fast ganzjährig warmes Wasser, Sichtweiten, die den ersten Abstieg beruhigend statt beängstigend machen, Riff, das vom Strand aus erreichbar ist – und genug Wettbewerb zwischen den Basen, dass das obere Ende des Marktes wirklich gut ist. Dieselbe Riffwand, die die Steilwandtauchgänge berühmt macht, sorgt dafür, dass eine Übungsplattform in drei Metern Wasser fünf Bootsminuten von einer Dreißig-Meter-Wand entfernt liegt – die ganze Ausbildungsstufenleiter in einer Bucht.
Der erste Atemzug unter Wasser unter Aufsicht: kurze Theorie, ein paar Übungen im flachen Wasser und dann ein Tauchgang dicht beim Tauchlehrer. Ein Erlebnis, kein Brevet – und es endet, sobald Sie wieder aus dem Wasser steigen.
Passt für: Alle, die nicht wissen, ob ihnen das gefällt, oder die schlicht Respekt davor haben. Es ist der richtige erste Schritt, und es ist völlig in Ordnung, danach aufzuhören – nicht wenige merken, dass sie lieber schnorcheln, und dafür ist ein Vormittag gut investiert.
Wer schon weiß, dass er richtig tauchen will, zahlt hier zweimal. Dann gleich den Open-Water-Kurs buchen: Der beginnt ohnehin im selben flachen Wasser.
Die Einsteigerlizenz, weltweit anerkannt und lebenslang gültig. Theorie (zunehmend online vor dem Flug, was einen Urlaubstag spart), mehrere Übungseinheiten im Flachwasser und vier Freiwassertauchgänge.
Passt für: Alle, die mehr als einmal im Leben tauchen wollen. Das Rote Meer gehört zu den besten Orten der Welt dafür: warmes Wasser, hohe Sichtweiten, Riff vom Ufer aus erreichbar – und genug Wettbewerb zwischen den Basen, dass das obere Ende richtig gut ist.
Der häufigste Fehler ist, den Kurs auf die letzten drei Urlaubstage zu legen. Nach dem Tauchen dürfen Sie mindestens achtzehn Stunden nicht fliegen, und ein Kurs, der wegen Wind einen Tag verrutscht, kollidiert dann mit dem Rückflug.
Fünf geführte Tauchgänge, jeder mit einem Schwerpunkt: Navigation und Tieftauchgang sind Pflicht, die übrigen drei wählbar – hier meist Wrack, Strömung und Nachttauchgang.
Passt für: Alle, die zu den Wracks wollen. Die meisten berühmten liegen tiefer als achtzehn Meter, und die guten Teile der Thistlegorm liegen unterhalb dessen, was ein Open-Water-Brevet erlaubt. Dieser Kurs macht aus einer Liste von Tauchplätzen ein Programm.
Wirklich „advanced“ ist daran nichts – es ist eine geführte Einführung in fünf Dinge. Der Name verspricht zu viel, das Tauchen darunter lohnt sich trotzdem.
Eine kurze Einheit im Pool oder Flachwasser: Maske ausblasen, Automat wiederfinden, Tarierung – unter Aufsicht, bevor es aufs Boot geht.
Passt für: Alle, deren letzter Tauchgang über ein Jahr zurückliegt, und ehrlich gesagt alle, die sich eingerostet fühlen, egal was das Logbuch sagt. Eine Basis, die nach langer Pause keine anbietet oder vorschlägt, sagt damit etwas über sich aus.
Das ist die günstigste Sicherheitsinvestition an dieser Küste – und die, die übersprungen wird, weil es peinlich wirkt, Rost zuzugeben. In der Basis denkt niemand schlechter über Sie; deutlich schlechter denkt man über den Taucher, der es nicht gesagt hat.
Ein kurzer, überwiegend theoretischer Kurs für Atemgas mit erhöhtem Sauerstoffanteil. Sie dürfen damit nicht tiefer – Sie dürfen in den Tiefen, in denen Sie ohnehin tauchen, länger bleiben.
Passt für: Alle mit mehreren Tauchgängen pro Tag über eine Woche – also die meisten hier – und alle auf Tauchsafari. Der Nutzen ist real und macht sich vor allem daran bemerkbar, wie fertig man an Tag vier ist.
Nach dem Tauchen dürfen Sie mindestens achtzehn Stunden nicht fliegen, nach mehreren Tagen sind vierundzwanzig die sicherere Gewohnheit. Ein Kurs in den letzten drei Urlaubstagen hat keinerlei Puffer: ein windiger Tag, ein Ohr, das nicht aufgeht – und Sie wählen zwischen Abschluss und Rückflug. Vorne einplanen, dann ist der Rest der Woche Tauchen, das Freude macht.
Jede Basis legt Ihnen einen Standardfragebogen vor. Ein Ja bei irgendetwas – Asthma, Herzerkrankungen, Ohr- oder Nasennebenhöhlen-OP, Diabetes, Epilepsie, bestimmte Medikamente, Schwangerschaft – bedeutet, dass eine Ärztin Sie vorher freigibt, nicht dass Sie nicht tauchen dürfen. Der Fehler ist, aus Bequemlichkeit Nein anzukreuzen: Dann sind Sie unter Wasser mit einer Vorerkrankung, von der niemand um Sie herum weiß, und ohne Versicherungsschutz. Klären Sie es vor dem Flug mit der Hausärztin – zu Hause ein Viertelstundentermin, hier ein verlorener Tag.
Weit mehr Kurse scheitern an einer Erkältung als an Nervosität. Wer nicht ausgleichen kann, kommt nicht runter, und Durchdrücken ist der Weg, sich an Tag eins das Trommelfell zu beschädigen. Nicht mit Schnupfen tauchen, sich nicht auf abschwellende Mittel verlassen, um nach unten zu kommen – deren Wirkung lässt in der Tiefe nach –, und es dem Tauchlehrer früh sagen statt auf sechs Metern.
Die eigene Maske, wenn Sie eine haben, die passt: Eine undichte Leihmaske verdirbt mehr Tauchgänge als alles andere auf dieser Liste. Der Rest wird gestellt und lohnt für einen ersten Kurs das Gepäck nicht. Wenn es Sie packt, ist die Reihenfolge Maske, dann Computer, dann alles Weitere – und der Computer ist das Stück, das verändert, wie Sie tauchen.
Nichts anfassen, nirgends stehen, auf vielen Booten keine Handschuhe, nichts mitnehmen und keine Fische füttern – Letzteres ist nicht bloß Etikette, sondern einer der Faktoren, die nach Hai-Vorfällen an dieser Küste immer wieder benannt werden. Die Marine-Park-Gebühren finanzieren die Festmacherbojen, die verhindern, dass Anker das Riff zerstören. Riffverträgliche Sonnencreme – oder besser gleich ein Lycra-Shirt.
Tauchbasen stehen im Verzeichnis zu genau denselben Bedingungen wie jeder andere Betrieb: Niemand zahlt für einen Eintrag, niemand für einen besseren Platz. Wir empfehlen keine, denn sobald eine Ratgeberseite Lieblinge hat, ist sie keine Ratgeberseite mehr. Nehmen Sie stattdessen die Checkliste – zehn Minuten, und ein besserer Filter als irgendwessen Top Five.
Tauchbasen im Verzeichnis →Im Rahmen des eigenen Brevets zu tauchen ist der größte Hebel, den Sie selbst in der Hand haben. Das Sicherheitskapitel behandelt, was hier im Wasser tatsächlich schiefgeht, und auf den praktischen Seiten stehen die Druckkammern der Küste und die Notrufnummern.
Sicherheit im Wasser →Ausbildungsstandards, medizinische Anforderungen und Marine-Park-Regeln ändern sich, und jede Basis legt sie etwas anders aus. Nehmen Sie das hier als das, wonach Sie fragen sollten – nicht als die Regeln selbst. Maßgeblich sind Ihr Tauchlehrer und die aktuellen Unterlagen der Basis, und alles Medizinische entscheidet eine Ärztin, nicht wir.
Zuletzt geprüft 25. Juli 2026. Etwas nicht mehr aktuell? Sagen Sie uns Bescheid