Marsa Alams Stadtchef prüft Kanalisationsarbeiten und dringt auf Nutzung von Klarwasser
Der Stadtchef von Marsa Alam hat die Kanalisationsbaustellen der Stadt besichtigt und auf die Wiederverwendung von geklärtem Wasser gedrungen, berichten Bawabat al-Ahram und Sada al-Balad. Kosten, Baufirma und Fertigstellungstermin bleiben offen.
4. September 2026

Der Stadtchef von Marsa Alam hat die Kanalisationsbaustellen der Stadt vor Ort besichtigt. Das berichtet Bawabat al-Ahram.
Sada al-Balad meldet, bei dem Termin sei es um den Fortschritt beim Ausbau des Abwassernetzes gegangen; der Stadtchef habe betont, wie wichtig es sei, geklärtes Wasser zu nutzen, statt es ungenutzt zu lassen.
Beide Berichte fallen knapp aus. Weder ein Fertigstellungstermin noch Kosten, eine ausführende Firma, die Länge des Netzes oder der bereits angeschlossene Anteil Marsa Alams werden genannt. Auch welche Stadtteile die laufende Bauphase umfasst, bleibt offen.
Abwasser ist ein wiederkehrendes Thema an dieser Küste. Marsa Alam ist in kurzer Zeit von einer kleinen Küstensiedlung zu einem Urlaubsort mit eigenem internationalen Flughafen gewachsen, und die Versorgungsnetze der jüngeren Orte am Roten Meer entstanden meist nach den Hotels und Wohnbauten, nicht vor ihnen. Wir haben über Kanalanschlussarbeiten an Hurghadas Sheraton Road berichtet und über ein Abwasserleck hinter Hurghadas "Aka"-Blocks, das nach einer Facebook-Beschwerde behoben wurde.
Geklärtes Abwasser wiederzuverwenden ist in Ägyptens Wüstengouvernements üblich: Es geht in der Regel in Grünanlagen, Baumpflanzungen und Bepflanzung, statt eingeleitet zu werden. An einer Küste, deren Trinkwasser entsalzt wird, ist Wasser, das nicht zweimal erzeugt werden muss, ein realer Gewinn.
Für Anwohner entscheidet sich der Erfolg eines solchen Projekts auf Straßenniveau: ob zwischen den Wohnblocks kein Abwasser mehr steht. Für Urlauber ändert sich im Alltag wenig — auch wenn dieselben Netze die Bereiche rund um die Stadt versorgen, in denen Hotels und Dienstleister liegen.