Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität kann das Rote Meer eines der einfacheren Ziele der Region sein – aber nur in bestimmten Häusern, und die Unterschiede sind erheblich. Hier steht, was Sie vor der Buchung fragen sollten.
Die Fragen, die Sie einem Hotel direkt stellen sollten
- Ist der ganze Weg vom Zimmer zum Restaurant und zum Pool stufenlos – oder nur das Zimmer selbst?
- Wie breit sind Badezimmertür und Duscheinstieg, in Zentimetern?
- Führt der befestigte Weg bis auf den Strand oder endet er am Sand?
- Gibt es einen Strandrollstuhl, und lässt er sich reservieren?
- Gibt es einen Aufzug in jede Etage, in der ein Restaurant liegt?
„Barrierefreies Zimmer“ bedeutet hier von Haus zu Haus etwas völlig anderes. Auf konkrete Fragen bekommen Sie konkrete Antworten – und eine ausweichende Antwort ist selbst schon eine Antwort.
- Ist die Küste am Roten Meer für Rollstuhlfahrer zugänglich?
- Das schwankt enorm, und die ehrliche Antwort lautet: Sie müssen jedes Haus einzeln prüfen. Die großen modernen Anlagen — vor allem die am Reißbrett geplanten Buchten wie Sahl Hasheesh, Makadi und Soma Bay sowie die neueren Teile von El Gouna — wurden flach und auf einer Ebene angelegt, mit Rampen und Aufzügen, und gehören oft zu den Orten, an denen man sich in Ägypten am leichtesten bewegt. Ältere Hotels in Hurghada, die Souk-Gassen von El Dahar und die meisten Bootsstege sind eine andere Sache: Stufen, Sand, hohe Bordsteine, improvisierte Beläge. Fragen Sie im Hotel gezielt nach dem Weg vom Zimmer zum Pool und zum Strand, nicht nur danach, ob es ein barrierefreies Zimmer gibt.
- Kommen Rollstuhlfahrer ins Meer?
- Manche Anlagen haben Strandrollstühle und feste Wege oder Stege bis ans Wasser; viele haben das nicht, und weicher Sand plus Korallenkante ist eine wirklich schwierige Kombination. Das sollten Sie vor der Buchung konkret ansprechen: Fragen Sie, ob der befestigte Weg bis auf den Sand führt oder nur bis an den Rand, und ob es einen Strandrollstuhl mit breiten Rädern gibt.
- Können Menschen mit Behinderung hier tauchen oder schnorcheln?
- Ja, und das Rote Meer gehört weltweit zu den besseren Adressen dafür. Es gibt international anerkannte Programme für adaptives Tauchen, und warmes, ruhiges, klares Wasser mit flachem Riff macht die Bedingungen ungewöhnlich gutmütig. Entscheidend ist eine Tauchbasis mit Tauchlehrern, die in adaptiven Techniken ausgebildet und zertifiziert sind, und mit Booten, deren Einstieg praktikabel ist. Wenden Sie sich direkt an die Basen und beschreiben Sie Ihren Bedarf klar — ein guter Betrieb sagt Ihnen ehrlich, ob er Sie begleiten kann. Und eine Basis, die ausweichend antwortet, hat damit auch geantwortet.
- Und die Fortbewegung außerhalb des Hotels?
- Gehwege sind uneinheitlich, auf abgesenkte Bordsteine ist kein Verlass, und die meisten Taxis sind gewöhnliche Limousinen. Barrierefreie Fahrzeuge gibt es, aber nicht zum Heranwinken — organisieren Sie sie vorab über Ihr Hotel oder einen spezialisierten Anbieter. Bei Ausflügen ist die Bandbreite groß: Ein Tagesausflug im Reisebus kann unmöglich sein, wo ein Privatwagen mit Fahrer problemlos funktioniert. Fragen Sie also nach dem Fahrzeug, nicht nach der Tour.
- Was sollte ich vor der Reise organisieren?
- Melden Sie die Flughafenassistenz schon bei der Buchung bei Ihrer Airline an, nicht erst beim Check-in — HRG und RMF bieten beide Assistenz, aber es läuft glatter, wenn sie in der Buchung hinterlegt ist. Nehmen Sie Ersatzteile, ein Flickzeug und die passenden Ladeadapter für Ihre Geräte mit: Spezialreparaturen an Mobilitätshilfen sind vor Ort schwer zu bekommen. Medikamente gehören ins Handgepäck, in der Originalverpackung und mit einer Kopie des Rezepts. Und prüfen Sie, ob Ihre Reiseversicherung sowohl Ihre Hilfsmittel als auch Ihre konkreten Vorerkrankungen abdeckt.
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