100 Kita-Fachkräfte am Roten Meer in japanischer Spielpädagogik geschult – samt Früherkennung von Behinderungen
Ägyptens Sozialministerium hat 100 Kita-Fachkräfte von Ras Ghareb bis Halayeb im japanischen Modell „Lernen durch Spielen" ausgebildet, einschließlich eines Moduls zur Früherkennung von Behinderungen. Welche Kitas teilnahmen, sagen die Berichte nicht.
4. Oktober 2026
Einhundert Kita-Fachkräfte aus dem gesamten Gouvernement Rotes Meer sind darin geschult worden, mit kleinen Kindern nach einer japanischen Methode namens **„Lernen durch Spielen"** zu arbeiten. Das Programm wird laut Al-Masry Al-Youm vom ägyptischen Ministerium für soziale Solidarität durchgeführt.
Die Schulung umfasste Kitas in sieben Verwaltungsbezirken: Ras Ghareb, Hurghada, Safaga, El Quseir, Marsa Alam, Schalatin und Halayeb. Hanan Mostafa, Leiterin der Zentralverwaltung für Familien- und Frauenangelegenheiten des Ministeriums, sagte, das Rote Meer sei als eines der größten Grenzgouvernements Ägyptens ausgewählt worden – im Rahmen eines Plans, Programme zum Kapazitätsaufbau in die Grenzgouvernements zu tragen. Die Methode wird in Zusammenarbeit mit der japanischen Agentur JICA übertragen.
Die 100 Plätze gingen an Fachkräfte aus Kitas von Nichtregierungsorganisationen, aus privaten Kitas und aus Kitas mit vorläufiger Lizenz. Unterrichtet wurde von fünf zertifizierten Trainerinnen, die das Ministerium im März 2026 selbst ausgebildet hatte. Das Programm läuft in drei Modulen:
- Grundschulung zu den Prinzipien des japanischen Modells und den Strategien des Lernens durch Spielen
- Fortgeschrittenenschulung zu Moderationsfähigkeiten, Innovation und der Leitung eines interaktiven Gruppenraums
- Inklusion und Früherkennung, damit Fachkräfte Behinderungen früh erkennen und Kinder mit Behinderungen in ihre Kitas einbeziehen können
Jede der 100 Fachkräfte erhielt zwei Leitfäden – einen für Kinder vom ersten Lebenstag bis zwei Jahre, den zweiten für zwei- bis vierjährige Kinder – sowie eine Tasche mit einfachen Hilfsmitteln. Daraus sollen interaktive Lernmaterialien aus bereits vorhandenen Materialien entstehen, die sensorische und motorische Fähigkeiten fördern statt auf traditionelles Auswendiglernen zu setzen.
Amr El-Tohamy, Direktor der Direktion für soziale Solidarität am Roten Meer, nannte die Schulung einen wichtigen Schritt, um die Qualität der Angebote für Kinder zu erhöhen – unter Berücksichtigung der Geografie des Gouvernements und der weiten Verteilung seiner Kitas. Dr. Hanem Omar, Generaldirektorin der Allgemeinen Verwaltung für Kinderangelegenheiten, sagte, die örtlichen Trainerinnen seien nach Kriterien ausgewählt worden, die Schulungsqualität und eine gerechte geografische Verteilung sichern sollen.
Für Eltern an dieser Küste bleibt die praktische Frage offen: Keiner der Berichte nennt die beteiligten Kitas, gibt die Termine der Schulung an oder sagt, wann Eltern die Methode im Gruppenraum ihres eigenen Kindes erleben würden.