Beduinisches Kulturzentrum 18 Kilometer vor Hurghada erhält Afrika-Preis für verantwortungsvollen Tourismus 2026
Das Maazah-Zentrum für Kultur und Erbe im Dorf El Radda, 18 Kilometer von Hurghada entfernt, ist mit dem Afrika-Preis für verantwortungsvollen Tourismus 2026 ausgezeichnet worden. Es bildet 100 junge Männer in Gästebetreuung und Reiseführung und 80 Frauen im traditionellen Handwerk aus und wird gemeinsam mit der TUI Care Foundation betrieben.
16. Oktober 2026

Ein beduinisches Kulturprojekt vor den Toren Hurghadas ist nach einem Bericht der ägyptischen Tageszeitung Al-Nahar als Preisträger des Afrika-Preises für verantwortungsvollen Tourismus 2026 ausgezeichnet worden.
Das Maazah-Zentrum für Kultur und Erbe liegt im Dorf El Radda, 18 Kilometer von Hurghada entfernt, und gilt dem Bericht zufolge als Modell dafür, beduinisches Erbe zu einem vollwertigen touristischen Erlebnis zu machen statt zu einer Nebenattraktion.
Wer das Zentrum betreibt
Mahmoud Attia, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Green Planet, sagte, das Projekt werde gemeinsam mit der TUI Care Foundation umgesetzt. Erklärtes Ziel sei es, das immaterielle beduinische Erbe zu schützen und Angehörige des Stammes an der Gestaltung des touristischen Angebots zu beteiligen, damit die Wertschöpfung in der örtlichen Gemeinschaft bleibt und deren kulturelle Identität erhalten wird.
Was das Projekt leistet
- 100 junge Männer aus dem Stamm werden in Gastgewerbe, Reiseführung und Erzählkunst ausgebildet.
- 80 Frauen werden im traditionellen Handwerk geschult – Weberei, Stickerei, Produkte aus Palmblättern und Lederarbeiten –, dazu gibt es eine Fläche, auf der sie ihre Erzeugnisse ausstellen und verkaufen können.
Attia sagte, die Idee beruhe darauf, die örtliche Gemeinschaft als Kern des Erlebnisses zu verstehen und nicht als Hilfskraft: Besucher erlebten den Alltag der Beduinen mit und lernten Sitten, Traditionen und ursprüngliche Handwerke kennen – ein Besuch, der nach seiner Darstellung über die üblichen Freizeit- und Safari-Angebote hinausgeht.
Das Zentrum selbst wurde dem Bericht zufolge aus natürlichen Materialien der Wüstenumgebung errichtet, um den beduinischen Charakter des Ortes zu wahren und die Umweltbelastung gering zu halten.
Was noch offen ist
Der Bericht nennt keine Öffnungszeiten, Preise, Buchungswege oder Besuchsregelungen, und die Beschreibung des Projekts stammt von dessen Gründer. Eine unabhängige Darstellung der Auszeichnung oder der Ausbildungszahlen liegt uns nicht vor.