Krebskrankenhaus für das Rote Meer wird geprüft – Wohnungen für Tourismus- und Ölarbeiter in Hurghada und Ras Ghareb
Der Gouverneur des Roten Meeres kündigte vor Journalisten eine Prüfung für ein Krankenhaus für Krebspatienten und einen Antrag für eine medizinische Fakultät an. Wohnungen für Beschäftigte aus Tourismus, Erdöl und Energie sollen den Mietdruck in Hurghada und Ras Ghareb senken.
1. Oktober 2026

Ein Krankenhaus für Krebspatienten im Gouvernement Rotes Meer wird geprüft, und für eine medizinische Fakultät ist ein Antrag gestellt worden. Das sagte der Gouverneur des Roten Meeres, Walid El-Barqi, nach einem Bericht von Sada El-Balad vor Journalisten und Medienvertretern im Gouvernement.
El-Barqi erklärte, der Bedarf des Gesundheitssektors an medizinischen Fachrichtungen werde geprüft, weil in mehreren Bereichen Personal fehle; eine medizinische Fakultät würde helfen, diese Fachkräfte vor Ort auszubilden. Für das Onkologie-Krankenhaus – das es im Gouvernement bislang nicht gibt – und für die Fakultät wurden weder Standort noch Kosten oder Zeitplan genannt.
Zu Wohnraum und Mieten sagte der Gouverneur, das Gouvernement unterstütze die bedürftigsten Fälle unter Witwen und geschiedenen Frauen finanziell, bis geeignete Wohneinheiten verfügbar seien. Ein Mietverhältnis sei grundsätzlich Sache der beiden Vertragsparteien; das Gouvernement versuche jedoch, die Nachfrage am Wohnungsmarkt zu senken, indem es Wohnungen für Beschäftigte in Tourismus, Erdöl und Energie bereitstelle – beginnend in Hurghada und Ras Ghareb –, während der Bau auf Genossenschaftsflächen beschleunigt werde.
Weitere Themen des Treffens:
- Trinkwasser: In El Quseir, Safaga, Ras Ghareb und Schalatin beginnen Entsalzungsanlagen, dazu kleine Anlagen privater Betreiber; für Ras Ghareb, El Quseir, Safaga und Hurghada werden weitere Anlagen koordiniert. Mehrere sollen noch vor dem nächsten Sommer in Betrieb gehen.
- Abwasser: Die Anbindung der nördlichen Stadtteile von Hurghada geht weiter, gearbeitet wird in den Gebieten Al-Nour und Al-Gawhara.
- Straßen: Innerörtliche Wohnstraßen sollen mit Verbundsteinplatten gepflastert werden.
- Sturzfluten: Die Vorbereitung geht über den Schutz von Gebäuden und Straßen hinaus und prüft, wie Regen- und Flutwasser als Wasserressource genutzt werden kann.
- Schulen: Instandhaltung, wobei der Gouverneur die Elternbeiräte drängt, den Bedarf der jeweiligen Schule mitzutragen.
- Zivilluftfahrt: Die Dauer der Genehmigungsverfahren sei ein Problemfeld; der Detailplan müsse abgeschlossen werden, bevor das Gouvernement die vollständige Parzellierungsgenehmigung erhalten könne.
El-Barqi kündigte außerdem an, den Minister für religiöse Stiftungen wegen der Beleuchtung des Vorplatzes der Al-Mina-Moschee in Hurghada anzuschreiben.
Hurghada News berichtete am 28. September über neue Entsalzungsanlagen in Hurghada, Zafarana, Safaga, El Quseir, Marsa Alam und Ras Ghareb und am 1. Oktober über acht Pumpstationen, die Abwasserleitungen in Stadtteile Hurghadas bringen sollen, die bisher keine hatten. Der Termin „vor dem nächsten Sommer“ ist neu.
Für die Einwohner wiegen zwei Punkte am schwersten: das Krebskrankenhaus und die Werkswohnungen – die erste konkrete Antwort des Gouvernements auf den Mietdruck. Für beides gibt es bislang weder Datum noch Kosten noch Standort.