Fähre von Safaga nach Duba in Saudi-Arabien in Vorbereitung – Termin und Preise fehlen
Die Reederei Arab Bridge Maritime bereitet nach eigenen Angaben eine Verbindung für Passagiere, Lastwagen und Fracht zwischen Safaga und Duba in Saudi-Arabien vor, der Verkehrsminister unterstützt das Vorhaben. Drei Schiffe kommen zur Flotte hinzu, doch Fahrplan, Preise und Frequenz sind bislang nicht veröffentlicht.
2. Oktober 2026

Safaga soll eine Seeverbindung nach Saudi-Arabien erhalten. Die Reederei Arab Bridge Maritime, ein Gemeinschaftsunternehmen Ägyptens, Jordaniens und Iraks, hat mit den Vorbereitungen begonnen, ihre Schiffe auf der Route Safaga–Duba für Passagiere, Lastwagen und Fracht zwischen Ägypten und dem Königreich einzusetzen. Das sagte Generaldirektor Adnan Al-Abadleh auf der 88. Generalversammlung des Unternehmens, wie Al-Masry Al-Youm, Masrawy und Ahl Masr berichten.
Ägyptens Verkehrsminister, Generalleutnant Kamel El-Wazir, der an der Sitzung teilnahm, erklärte, das Ministerium unterstütze das Vorhaben, und betonte, wie wichtig moderne Schiffe auf dieser Strecke seien. Er ordnete die Route in die Logistikkorridore ein, die Europa, Ägypten und die Golfstaaten verbinden.
Das Unternehmen vergrößert die Flotte, die die Verbindung bedienen soll. Al-Abadleh kündigte zwei Neuzugänge an:
- die Passagier- und Frachtfähre Al-Jisr mit Kapazität für 85 Lastwagen und 254 Passagiere
- das Schnellboot Ashour mit Kapazität für 312 Passagiere
Eine weitere Passagier- und Frachtfähre für 110 Lastwagen und 253 Passagiere hat die Formalitäten für den Beitritt abgeschlossen, womit das Unternehmen auf elf Seeeinheiten käme.
Die Versammlung hörte auch die Zahlen für die ersten neun Monate 2026: Der Gewinn überschritt bis zum 30. September 40 Millionen US-Dollar – der höchste Wert seit Gründung des Unternehmens. Die Zahl der transportierten Lastwagen stieg um 15 Prozent, die Passagierzahlen wachsen weiter. Teilgenommen haben auch Jordaniens Verkehrs- und Arbeitsminister Nidal Al-Katamine sowie ein Vertreter des irakischen Verkehrsministers. Laut Al-Abadleh entwickelt die Reederei zudem die Bootswerft Al-Qazaq in Sharm el-Sheikh gemeinsam mit der Hafenbehörde des Roten Meeres sowie das Passagierterminal im jordanischen Hafen Aqaba.
Was in den Berichten fehlt, ist genau das, was Reisende brauchen: kein Starttermin für die Überfahrt Safaga–Duba, keine Preise, keine Abfahrtsfrequenz und keine Angabe, welche Schiffe eingesetzt werden.
Für Safaga würde der Plan Passagierfahrten vom eigenen Hafen nach Saudi-Arabien bedeuten, zusätzlich zum Frachtverkehr, den der Hafen bereits abwickelt. Die Berichte beschreiben allerdings Vorbereitungen und keinen laufenden Betrieb: Solange Termin und Preisliste fehlen, gibt es nichts zu buchen.