Beduinen-Kulturzentrum 18 Kilometer von Hurghada schult 100 Reiseleiter und 80 Frauen im Handwerk
Das Zentrum Maaza im Dorf El Radda, ausgezeichnet mit einem Preis für verantwortungsvollen Tourismus in Afrika 2026, baut sein Wüstenangebot auf Menschen aus der Gegend: 100 junge Männer werden in Gastfreundschaft, Reiseleitung und Erzählkunst geschult, 80 Frauen in Weben, Sticken, Palmblatt- und Lederarbeit, sagte ein Tourismusexperte Al-Masry Al-Youm.
18. Oktober 2026

Das Zentrum für Kultur und Erbe „Maaza" im Dorf El Radda, 18 Kilometer von Hurghada entfernt, ist darauf ausgelegt, dass Menschen aus der örtlichen Beduinengemeinschaft das Besuchsprogramm selbst gestalten. Das berichtet die Zeitung Al-Masry Al-Youm.
Zum Programm des Zentrums gehört die Schulung von 100 jungen Männern in Gastfreundschaft, Reiseleitung und Erzählkunst, sagte der Tourismusexperte Mahmoud Attia der Zeitung. Ein zweiter Zweig schult 80 Frauen im Handwerk – Weben, Sticken, Arbeiten aus Palmblättern und Leder –, und das Zentrum stellt eine Fläche bereit, auf der ihre Arbeiten gezeigt und verkauft werden können.
Attia beschrieb den Ansatz des Projekts so: Die Angehörigen des Stammes gelten als diejenigen, die das Wissen über das lokale Erbe tatsächlich besitzen, und nicht als Hilfskräfte eines Dienstleistungsbetriebs. Das Erlebnis der Gäste soll von ihnen kommen – über Bräuche, überlieferte Geschichten und den Alltag, dazu das Handwerk und die Fertigkeiten des Lebens in der Wüste.
Die Absicht, wie der Bericht sie darstellt: Wüstenausflügen von Hurghada aus eine kulturelle Ebene geben, die über die Fahrt und die Dünen hinausgeht – Gastfreundschaft, das Zurechtkommen in der Wüste und die Menschen, die dort leben. Nach den veröffentlichten Projektangaben wird beim Bau auf natürliche Materialien aus der umliegenden Wüste gesetzt, damit der Ort seinen beduinischen Charakter behält.
Essam Ali, ein weiterer von der Zeitung zitierter Tourismusexperte, sagte, solche Angebote gewännen an Bedeutung, weil die Reiseziele miteinander konkurrieren und Städte, die von Strand- und Meerestourismus leben, nach kulturellen und naturbezogenen Erlebnissen für neue Gästegruppen suchen. Die Spannweite des Roten Meeres – von Riffen und Stränden bis zu Bergen, Wadis und offener Wüste – bringe Lebensweisen mit sich, die es nach seiner Darstellung zu dokumentieren und zu schützen lohnt.
Das Zentrum erhielt nach eigenen Projektangaben den Preis für verantwortungsvollen Tourismus in Afrika 2026; über diese Auszeichnung haben wir am 16. Oktober berichtet. Der Bericht von Al-Masry Al-Youm nennt keine Öffnungszeiten, keine Preise und keine Buchungsmöglichkeit und sagt auch nicht, wie weit die beiden Schulungsprogramme fortgeschritten sind.