Taucher mit Behinderung aus belgischem Club tauchten diese Woche vor Hurghada
Mitglieder von Pan Plongée Adaptée aus Namur tauchten mit ägyptischen Tauchlehrern und einem Tauchzentrum am Roten Meer. Fachleute der Branche schätzen den Aufpreis einer angepassten Tour auf 20 bis 30 Prozent.
25. Oktober 2026

Eine Gruppe von Tauchern mit Behinderung des belgischen Clubs Pan Plongée Adaptée aus Namur ist diese Woche im Roten Meer vor Hurghada getaucht, gemeinsam mit einem Tauchzentrum am Roten Meer und mehreren ägyptischen Tauchlehrern. Das Tauchzentrum wird in der Berichterstattung nicht genannt.
Der Club ist auf adaptives Tauchen spezialisiert: Training, Ausrüstung und Unterstützung werden an die einzelne Taucherin oder den einzelnen Taucher angepasst, mit entsprechenden Sicherheitsanforderungen und einer gesonderten Einschätzung für jeden Fall.
Was eine angepasste Tour erfordert
Tauchguide Badawy Abdullah sagte, die Vorbereitung beginne damit, zu prüfen, ob die Teilnehmenden mit der Tauchausrüstung umgehen können, und sie damit zu schulen, auch in Schwimmbecken; hinzu kommen Rollstühle und weitere Hilfsmittel. Nötig seien außerdem Guides und Begleitpersonen, die auf die Bedürfnisse der Gruppe geschult sind, Hilfe beim Übergang vom Steg auf das Boot sowie Unterstützung bei Anzügen, Flaschen und Atemreglern.
Der Einstieg ins Wasser erfordere besondere Sorgfalt, sagte er; qualifizierte Tauchlehrer begleiteten die Taucher unter Wasser, die Unterstützung richte sich nach der jeweiligen Person.
Schätzungen, die in der Branche kursieren, beziffern die Kosten einer Tauchtour für Gäste mit Mobilitätseinschränkung auf etwa 20 bis 30 Prozent über einer üblichen Tour – wegen zusätzlicher Ausrüstung, Begleitpersonen, Schulung und spezialisierter Unterstützung. Der Wert hängt vom Zustand der Teilnehmenden, den erbrachten Leistungen und den Möglichkeiten des Tauchzentrums ab.
Mehr Angebote für inklusives Tauchen
Ali Saeed, professioneller Tauchlehrer, sagte, der Besuch sei eine Gelegenheit, inklusiven Tourismus am Roten Meer auszuweiten: Tauchzentren könnten ihre Angebote weiterentwickeln, Personal schulen und geeignete Hilfsmittel bereitstellen, im Rahmen anerkannter fachlicher und medizinischer Vorgaben.
Abdullah verwies auf Partnerschaften mit Tauchzentren und Organisationen, die auf Tauchen und auf die Betreuung von Menschen mit Behinderung spezialisiert sind, in Österreich, der Schweiz und Deutschland, sowie auf eine Zusammenarbeit mit französischen Partnern und Fachtrainern in den vergangenen zwei Jahren.