Ägyptens Premier nennt Berichte über 6 bis 8 Stunden Stromabschaltung pro Tag unzutreffend
Mostafa Madbouly sagte beim Egypt 2026 Forum, er habe lediglich Optionen für den Umgang mit höheren Energiepreisen dargestellt. Der Haushalt kalkuliert mit 75 Dollar je Barrel Öl, derzeit sind es über 110.
23. Oktober 2026

Ministerpräsident Mostafa Madbouly hat Berichte zurückgewiesen, wonach er tägliche Stromabschaltungen von sechs bis acht Stunden angekündigt habe. Solche Abschaltungen seien nicht angekündigt worden.
Bei seinem Auftritt am Donnerstag beim Egypt 2026 Forum, wo er das nationale Programm zur wirtschaftlichen Transformation vorstellte, sagte Madbouly, seine früheren Äußerungen auf demselben Forum hätten sich darauf beschränkt, mögliche Szenarien für den Umgang mit steigenden globalen Energiepreisen darzustellen. Das berichtet Egypt Independent.
Der Staat habe sich entschieden, die zusätzlichen Kosten in der aktuellen Phase selbst zu tragen und nicht an die Bürger weiterzugeben. Der Haushalt des laufenden Finanzjahres sei mit einem Ölpreis von 75 Dollar je Barrel kalkuliert worden, aktuell liege der Preis über 110 Dollar.
Die drei Optionen, die er nannte
- Die Kosten an die Verbraucher weitergeben, also die Preise an die Weltmärkte anpassen, wie es mehrere Länder getan haben
- Den Preisunterschied vorübergehend durch den Staat ausgleichen, bis sich die Marktentwicklung klärt – das erhöht die Staatsschulden
- Streng im Rahmen der Haushaltsansätze bleiben und die Erdölimporte um bis zu 40 bis 50 Prozent senken
Die Äußerung war national und nannte keine Maßnahme für das Gouvernement Rotes Meer. Sie belegt, dass die in sozialen Medien verbreitete Angabe von sechs bis acht Stunden kein angekündigter Plan war. Madbouly bezeichnete die Übernahme der Mehrkosten durch den Staat als Entscheidung für die aktuelle Phase; eine Zusage für die Zeit danach machte er nicht.