Vier neue Entsalzungsanlagen für das Rote Meer – Abgeordnete drängen auf ein Ende der Wasserkrise in Hurghada
Laut Al-Ahram haben an zwei Standorten die Vorbereitungen für vier neue Entsalzungsanlagen mit zusammen 85.000 Kubikmetern pro Tag begonnen – in derselben Woche, in der zwei Abgeordnete die Regierung zur Trinkwasserkrise in Hurghada und zum Preis pro Tonne Wasser befragten.
3. September 2026
Die Wasserversorgungsgesellschaft des Roten Meeres errichtet vier neue Entsalzungsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 85.000 Kubikmetern pro Tag; an zwei Standorten haben die Vorbereitungsarbeiten bereits begonnen, wie Al-Ahram berichtet. Al-Shorouk berichtete über denselben Plan und schrieb, die Anlagen sollten den Wasserbedarf der Einwohner im gesamten Gouvernement sichern.
Al-Ahram ordnete das Vorhaben in ein größeres Maßnahmenpaket gegen die Wasserknappheit am Roten Meer ein. Dazu gehören dem Bericht zufolge auch kleinere Anlagen innerhalb von Hurghada selbst sowie die Behebung eines Bruchs in der Karimat-Leitung – der Hauptleitung, die Nilwasser durch die Wüste an die Küste bringt.
In derselben Woche erreichte das Thema Wasser in Hurghada das Parlament. Ein Abgeordneter brachte die Probleme der Trinkwasserversorgung der Stadt im Plenum zur Sprache und forderte, die Lage vollständig offenzulegen und die Krise zu beenden, wie Sada El Balad berichtet. Eine weitere parlamentarische Anfrage, über die Al-Ahali berichtete, richtete sich an die Regierung und fragte nach der Trinkwasserkrise in Hurghada sowie nach den Unterschieden bei dem Preis, den Anwohner pro Tonne Wasser zahlen.
Was in den Berichten fehlt
- kein Termin für die Inbetriebnahme der vier Anlagen
- keine Kostenangabe und kein ausführendes Unternehmen
- keine Standorte über die beiden vorbereiteten Flächen hinaus
- keine Zahlen zu den Preisunterschieden, nach denen die parlamentarische Anfrage fragt
Hurghadas Versorgung stützt sich auf Entsalzung und auf jene eine lange Leitung aus dem Niltal – und sie ist im Sommer am knappsten, wenn der Bedarf der Einwohner und die Hotelauslastung gleichzeitig ihren Höhepunkt erreichen. In dieses Umfeld würden vier Anlagen mit zusammen 85.000 Kubikmetern pro Tag hineinwirken.
Für die Bewohner wird sich der Wert dieser Ankündigung daran messen, ob sich Druck und Abrechnung bis zum nächsten Sommer stabilisieren. An der heutigen Versorgung ändern die gemeldeten Arbeiten nichts – die beiden Standorte werden noch vorbereitet.