Hurghada schiebt ausländische Anbieter unlizenzierter Ausflüge ab
Bei Kontrollen gemeinsam mit der Tourismuskammer wurden Ausländer gefasst, die ohne Lizenz Ausflüge organisierten und verkauften; sie wurden abgeschoben. Geprüft werden Arbeitserlaubnis, Aufenthalt, Sozialabgaben und Steuern.
24. September 2026
In Hurghada hat es verschärfte Kontrollen gegen ausländische Beschäftigte gegeben, die im Tourismussektor gegen die Vorschriften verstoßen – abgestimmt mit der Kammer der Tourismusunternehmen. Gegen mehrere Aufgegriffene wurde rechtlich vorgegangen, sie wurden in ihre Heimatländer abgeschoben, wie Al-Masry Al-Youm berichtet.
Sayed al-Gabry, Vorsitzender der Kammer der Tourismus- und Reiseunternehmen in Hurghada, sagte, die Aktionen hätten sich gegen Ausländer gerichtet, die ohne Lizenz Ausflüge organisieren und zu Niedrigpreisen verkaufen – zum Schaden lizenzierter Firmen und der öffentlichen Hand.
Geprüft worden seien außerdem:
- Anbieter, die Ausflugs- und Aktivitätstouren verkaufen, ohne Steuern oder Sozialabgaben zu zahlen
- der rechtliche Status ausländischer Beschäftigter
- Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse und ob die tatsächliche Tätigkeit der erteilten Erlaubnis entspricht
- ob touristische Aktivitäten ohne die nötigen Lizenzen betrieben werden
Verkauf und Organisation von Ausflügen und Reiseprogrammen brauchten strenge Aufsicht, sagte al-Gabry, damit dies nur über lizenzierte Unternehmen und Stellen laufe.
Bashar Abu Talib, Vorsitzender der Gewerkschaft der Reiseführer, begrüßte das Vorgehen gegen nicht lizenzierte Betriebe, die von Ausländern ohne gültige Arbeits- und Aufenthaltspapiere geführt werden. Die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte müsse den Regeln des Arbeitsmarkts folgen: Der Beschäftigte brauche eine Arbeitserlaubnis und müsse die Formalitäten für Aufenthalt und Arbeit erfüllen.
Der Schutz ägyptischer Arbeitskräfte bedeute nicht, ausländisches Personal auszuschließen, das manche touristischen Angebote benötigen, sagte Abu Talib – sondern das Gesetz für alle anzuwenden und dafür zu sorgen, dass ausländische Beschäftigte offiziell angestellt sind, mit Erlaubnis, Versicherung und Steuern. Er forderte mehr Kontrollen bei nicht lizenzierten Anbietern, vor allem beim Verkauf und der Organisation von Ausflügen und bei der Reiseführung, rechtliche Schritte gegen Betriebe mit illegal Beschäftigten sowie mehr Ausbildungsprogramme, damit mehr Ägypter für die gefragten Berufe qualifiziert sind.
Wie viele Personen aufgegriffen oder abgeschoben wurden, über welchen Zeitraum die Aktionen liefen und welche Nationalitäten betroffen waren, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Für die vielen ausländischen Bewohner, die in Hurghadas Tourismusbranche arbeiten, heißt das: Die Papiere werden mit der tatsächlichen Tätigkeit abgeglichen. Für Urlauber ist es ein Grund, Ausflüge bei einem lizenzierten Anbieter zu buchen – genau der billige Trip, der an der Straßenecke verkauft wird, steht im Visier dieser Kontrollen.