Antikenmuseum Hurghada zeigt Nil-Bootsmodelle und eine gravierte Flussszene
Zur Nil-Gruppe gehören ein Bootsmodell aus einheimischem Holz wie Akazie, ein bemaltes Boot mit Fischern und Netz sowie eine Steinplatte mit Fischen, einem Krokodil und Nilpflanzen.
5. November 2026
Drei Objekte im Antikenmuseum Hurghada drehen sich um die Rolle des Nils im Leben der alten Ägypter – von Handel und Fischfang bis zu den Totenriten:
- ein Bootsmodell aus einheimischem Holz wie Akazie, mitunter auch Zeder
- ein bemaltes Holzboot mit Fischern, die mit einem traditionellen Netz sowie mit Stöcken und gebogenen Holzstücken arbeiten
- eine gravierte Steinplatte mit Fischen, einem Krokodil und Nilpflanzen, im oberen Teil ein Fischerboot
Der Fluss war der wichtigste Weg zwischen Nord- und Südägypten; über ihn wurden Waren transportiert und die Regionen an seinen Ufern miteinander verbunden. Fisch aus dem Nil gehörte zur Grundnahrung der alten Ägypter.
Die Ausstellung verbindet den Nil auch mit dem Totenglauben: Die Verstorbenen wurden vom Ostufer, das für das Leben stand, zum Westufer gebracht, wo die Gräber und Totentempel lagen.
Das Museum wurde am 29. Februar 2020 eröffnet und war das erste, das das Ministerium für Tourismus und Altertümer gemeinsam mit dem Privatsektor errichtete. Die Ausstellungsfläche umfasst rund 1.800 Quadratmeter auf zwei Etagen, mit 11 Gängen und 41 Vitrinen; die Sammlung reicht von der Vorgeschichte bis in die Zeit Muhammad Alis.
Zu den weiteren Stücken zählen eine Statue der Königin Merit-Amun aus der 19. Dynastie und drei Königsobjekte Thutmosis' III. Zum Gelände gehört außerdem ein römisches Theater.