Nur zwölf Deutschlehrer im ganzen Gouvernement Rotes Meer – Krisensitzung am Sonntag
Quellen in der Schulbehörde sprechen von einer Dringlichkeitssitzung am Sonntag. In Hurghadas Sprachschulen wurden Kinder, die bereits Deutsch lernten, auf Französisch umgestellt.
24. September 2026

Die Schulbehörde des Roten Meeres hat für Sonntag eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um den Streit um den Deutschunterricht an mehreren ausgezeichneten Sprachschulen in Hurghada zu entschärfen. Anlass sind Sammelbeschwerden von Eltern und Schülern, wie Quellen in der Behörde der Zeitung Al-Masry Al-Youm sagten.
Auslöser war die Entscheidung, Deutsch als zweite Fremdsprache zu streichen und die Schüler auf Französisch umzustellen – nachdem das Schuljahr bereits begonnen hatte und die betroffenen Kinder Deutsch gewählt und den Unterricht bereits besucht hatten.
Die entscheidende Zahl: Im gesamten Gouvernement Rotes Meer gibt es höchstens zwölf Deutschlehrer, wie die Zeitung unter Berufung auf Berichte schreibt. Der Mangel ist nicht neu. Er reicht Jahre zurück; zeitweise wurden Schüler für das Fach eingeschrieben, obwohl keine Lehrkraft dafür verfügbar war.
Die Eltern fordern, die Lücke rasch zu schließen und ihren Kindern die gewählte Sprache zu lassen.
Wie viele Schüler auf Französisch umgestellt wurden, welche Schulen betroffen sind und was die Behörde den Eltern am Sonntag vorschlagen will, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Diese Seite verfolgt den Streit seit dem 20. September, als die Generaldirektorin für allgemeine Bildung erklärte, die Änderung betreffe nur neue Schüler und wer in früheren Jahren Deutsch gewählt habe, behalte es. Die heutige Darstellung fällt härter aus: Auch Kinder, die bereits Deutsch lernten, wurden umgestellt – und das Gouvernement hat ein Dutzend Lehrkräfte für eine Sprache, von der ein großer Teil seines Arbeitsmarkts lebt. Deutschland ist seit Jahren der größte Quellmarkt für Besucher dieser Küste, und Deutschkenntnisse sind in Hotels und Tauchbasen eine Einstellungsvoraussetzung.