Zum Inhalt springen
hurghada.news
Reise

Geld am Roten Meer: Bargeld, Karten, Geldautomaten und Trinkgeld

So funktioniert Geld an Ägyptens Rotmeerküste: das Pfund, Bargeld oder Karte, Geldautomaten, kleine Scheine, sicherer Geldwechsel und Trinkgeld (Bakschisch) ohne Verlegenheit.

28. Januar 2025

Aktualisiert 1. August 2026

A one-pound Egyptian banknote
Photo: Jack11 Poland, CC BY-SA 3.0

Kaum etwas prägt eine reibungslose Reise an der Rotmeerküste so sehr wie das Verständnis dafür, wie Geld hier funktioniert. Machen Sie es richtig, läuft alles wie von selbst: Taxis, Trinkgelder, Tauchausflüge und Abendessen ohne Reibung. Machen Sie es falsch, verbringen Sie Ihren Urlaub damit, einen funktionierenden Geldautomaten zu suchen oder über Wechselgeld für einen großen Schein zu diskutieren. Die gute Nachricht: Das System ist einfach, sobald Sie die Muster kennen. Dieser Guide behandelt das ägyptische Pfund, wo Karten akzeptiert werden und wo Bargeld König ist, den Umgang mit Geldautomaten und Geldwechsel sowie die hohe Kunst des Trinkgelds – damit Sie die Küste von El Gouna bis Marsa Alam entspannt genießen können.

Das ägyptische Pfund, kurz erklärt

Die Landeswährung ist das ägyptische Pfund. Sie sehen es als EGP (der internationale Code) oder als „LE" bzw. „L.E." geschrieben, eine alteingesessene Abkürzung aus dem Französischen livre égyptienne. Das Pfund ist in 100 Piaster unterteilt, wobei Piastermünzen heute praktisch keine nennenswerte Rolle mehr spielen und Preise meist auf ganze Pfund gerundet werden.

Ein paar Dinge, die man wissen sollte:

– Scheine gibt es in verschiedenen Stückelungen, von kleinen Alltagsscheinen bis zu großen. Die größten Scheine sind praktisch am Geldautomaten, aber ein Ärgernis bei kleinen Einkäufen. – Das Pfund floatet, und sein Wert gegenüber Euro, britischem Pfund und US-Dollar kann sich deutlich bewegen. Verlassen Sie sich nicht auf einen Kurs von vor Monaten. – Im Umlauf können sowohl neuere Polymerscheine als auch ältere Papierscheine sein. Prüfen Sie einfach, dass Sie die Stückelung in der Hand haben, die Sie meinen.

Fazit: Denken Sie vor Ort in Pfund, und prüfen Sie den aktuellen Wechselkurs am Reisetag, statt einer alten Zahl zu vertrauen.

Bargeld oder Karte: wofür sich was eignet

Die Küste lebt von einer gesunden Mischung aus beidem, aber sie passen zu unterschiedlichen Situationen.

Karten funktionieren gut für:

– Hotels und größere Resorts – Etablierte Restaurants, Tauchbasen und größere Geschäfte – Supermärkte und Apotheken in den Hauptorten – Organisierte Ausflüge über seriöse Veranstalter

Bargeld ist unverzichtbar für:

– Taxis, Microbusse und die meisten kurzen Fahrten vor Ort – Märkte, kleine Kioske, Streetfood und Eckläden – Trinkgeld in fast jeder Situation (mehr dazu unten) – Kleinere Orte und alles abseits der touristischen Hauptmeile

Kontaktloses Zahlen und Chip-und-PIN sind in den größeren Häusern üblich, aber Kartengeräte können ausfallen, das Netz kann wegbrechen, und manche Läden bevorzugen stillschweigend Bargeld oder verlangen einen Kartenaufschlag. Tragen Sie immer genug Bargeld bei sich, um einen Tag ohne Plastik zu überstehen. Informieren Sie Ihre Bank über die Reise, damit eine Auslandstransaktion keine Kartensperre auslöst, und prüfen Sie, welche Auslandsgebühren Ihre Karte berechnet.

Geldautomaten und das Kleingeld-Problem

Geldautomaten sind in Hurghada und El Gouna weit verbreitet, in und um Safaga, Sahl Hasheesh, Makadi, Soma Bay, El Quseir und Marsa Alam grundsätzlich vorhanden – und werden dünner, sobald Sie in ruhigere Gegenden oder den tiefen Süden fahren. Die praktischen Regeln:

– Heben Sie in den größeren Orten ab, bevor es irgendwo abgelegen hingeht, zu einem Tauchtag, einem Wüstenausflug oder in eine kleinere Unterkunft. – Nutzen Sie möglichst Automaten an echten Bankfilialen. Sie sind besser gewartet, eher gefüllt und ein sichererer Ort zum Stehen. – Rechnen Sie mit Gebühren. Lokale Automaten verlangen oft eine Abhebegebühr, und Ihre Hausbank kann eine eigene draufsetzen. Seltener größere Summen abzuheben senkt die Kosten pro Abhebung – abzuwägen dagegen, nicht mehr Bargeld zu tragen, als Ihnen wohl ist. – Achten Sie auf die Stückelung. Automaten geben meist die größten Scheine aus, und auf der Straße kann sie kaum jemand wechseln. Wann immer Sie im Hotel, Supermarkt oder gut besuchten Restaurant zahlen: Bitten Sie um kleine Scheine oder behalten Sie Ihre. Sie sind Gold wert für Taxis, Trinkgelder und Kioske.

Ein Dauertipp von Einheimischen: Halten Sie einen Vorrat kleiner Scheine getrennt vom Hauptportemonnaie, damit Sie immer etwas zur Hand haben, ohne ein dickes Bündel Bargeld zu zeigen oder auf Wechselgeld zu warten, das womöglich nicht kommt.

Geld sicher wechseln

Ausländisches Bargeld können Sie bei Banken, lizenzierten Wechselstuben (Bureaux de Change) und vielen Hotels tauschen. Ein paar Gewohnheiten halten die Sache sauber:

– Nutzen Sie Banken oder klar lizenzierte Wechselstuben für die beste Kombination aus fairen Kursen und Seriosität. Hotelschalter sind bequem, geben aber oft einen schlechteren Kurs. – Meiden Sie jeden, der informell auf der Straße Geld tauschen will. Das Risiko schlechter Kurse, falschen Herausgebens oder Schlimmerem ist es nicht wert. – Bringen Sie saubere, unbeschädigte Scheine mit. Eingerissene, markierte oder sehr alte ausländische Scheine werden manchmal abgelehnt. – Zählen Sie Ihr Geld, bevor Sie den Schalter verlassen, und behalten Sie die Quittung. – Wechseln Sie, was Sie brauchen, nicht Ihr ganzes Budget. Übrige Pfund am Ende zurückzutauschen kostet Sie über die Kursspanne, und nachziehen können Sie jederzeit.

Große Währungen wie Euro, US-Dollar und britisches Pfund lassen sich in der Regel am leichtesten tauschen. Ungewöhnlichere Währungen bekommen womöglich einen schlechteren Kurs oder sind schwerer zu wechseln – vor der Reise in eine große Währung zu tauschen kann daher helfen.

Trinkgeld und Bakschisch: der soziale Kitt

Trinkgeld, hier als Bakschisch bekannt, ist Teil des Alltags. Es ist kein widerwilliger Aufschlag; für viele Menschen in Servicejobs stockt es bescheidene Löhne auf, und ein kleines, ehrlich gemeintes Trinkgeld wird herzlich angenommen. Der Trick: Halten Sie es verhältnismäßig und haben Sie kleine Scheine parat. Verstehen Sie das Folgende als allgemeine Muster, nicht als feste Preise, denn was sich richtig anfühlt, hängt vom Service und Ihrem eigenen Budget ab:

– Restaurants und Cafés: Manchmal steht bereits ein Servicezuschlag auf der Rechnung, aber ein kleines Extra für guten Service ist normal und willkommen. Ohne Servicezuschlag ist ein bescheidener Prozentsatz üblich. – Zimmerreinigung im Hotel: ein kleiner Schein im Zimmer, am besten täglich statt nur am Ende, denn das Personal wechselt. – Gepäckträger und Pagen: ein kleiner Schein pro Gepäckstück. – Taxifahrer: Aufrunden ist in Ordnung; eine Fahrt zum Festpreis braucht nicht immer ein Extra, aber ein kleiner Aufschlag für Hilfe mit dem Gepäck ist eine nette Geste. – Tauchguides, Tauchlehrer und Bootscrew: Ein Trinkgeld am Ende eines Ausflugs oder Kurses ist üblich und wird aufrichtig geschätzt; ein gemeinsames Trinkgeld für die Bootscrew ist verbreitet. – Reiseleiter und Fahrer auf Ausflügen: Am Ende des Tages wird für guten Service ein Trinkgeld erwartet. – Tankwarte, Parkhelfer, Toilettenpersonal: eine kleine Münze oder ein kleiner Schein für die kleinen Dienste des Alltags.

Zwei Prinzipien glätten all das: Tragen Sie reichlich kleine Scheine bei sich, damit Sie nie in Verlegenheit geraten, und geben Sie Trinkgeld in Pfund statt in ausländischen Münzen, die für den Empfänger schwer zu verwenden sind. Ein Trinkgeld mit Lächeln und Blickkontakt kommt weit besser an als ein großer Betrag, der widerwillig überreicht wird.

Budgeterwartungen

Die Rotmeerküste passt zu sehr unterschiedlichen Budgets, vom All-inclusive-Aufenthalt, bei dem Sie das Portemonnaie kaum anfassen, bis zur unabhängigen Reise, bei der Sie alles einzeln zahlen. Statt Zahlen zu nennen, die schlecht altern, denken Sie in Mustern:

– All-inclusive-Aufenthalte decken das meiste an Essen und Getränken ab; Ihre Ausgaben sind dann vor allem Trinkgelder, Ausflüge und Extras. – Unabhängiges Reisen heißt, für Essengehen, Transport, Aktivitäten und Trinkgelder zu budgetieren – nach westeuropäischen Maßstäben in der Regel preiswert, aber je nach Wahl sehr unterschiedlich. – Ausflüge und Tauchen sind oft die größten frei wählbaren Posten; Tauchpakete, Tagesausflüge und Wüstensafaris summieren sich. – Planen Sie einen Bargeldpuffer ein für Trinkgelder, Taxis und die kleinen täglichen Extras, die fast immer nur bar gehen.

Fazit: Halten Sie eine tägliche Reserve kleiner Scheine, nutzen Sie Karten für das Große und Formelle und Bargeld für alles Kleine und Menschliche – dann bewegen Sie sich beim Geld an der Küste so leicht wie die Einheimischen. Im Zweifel fragen Sie Ihr Hotel oder Ihre Tauchbasis; die Frage ist man hier gewohnt und hilft gern.

moneycashatmstippingbaksheeshcurrency exchangebudgetingegyptian pound

Kennen Sie jemanden, der ans Rote Meer reist?

Leiten Sie diesen Artikel weiter — er spart vielleicht Zeit, Geld oder einen Sonnenbrand.

WeiterleitenWhatsAppTelegramFacebookX

Quellen

A practical guide from the Hurghada News desk.

Mehr aus Reise