Schultaschen-Kontrolle in Hurghada: Fotos der beschlagnahmten Handys verärgern Eltern
Eine Sprachschule in Hurghada durchsuchte die Taschen ihrer Schüler und stellte Fotos der Fundstücke auf Facebook. Eltern finden, die Darstellung erinnere an eine Polizeimeldung — und fordern klare Regeln vorab.
28. September 2026
Fotos von Handys, Spielzeug, Kosmetika und Metalllinealen, aufgereiht nach einer Taschenkontrolle an einer der staatlichen Sprachschulen in Hurghada, haben laut el-Nabaa zu einem Streit zwischen Schule und Eltern geführt.
Die Schule durchsuchte die Taschen der Schülerinnen und Schüler, teilte anschließend mit, was sie gefunden hatte, und veröffentlichte Fotos der Gegenstände auf ihrer offiziellen Facebook-Seite. Abeer Ahmed, Gründerin der Ägyptischen Mütterunion zur Förderung der Bildung und der Elternkoalition, sagte, der Vorfall habe die Aufmerksamkeit von Eltern ebenso wie von Nutzern sozialer Netzwerke auf sich gezogen — und es gehe in der Debatte nicht nur um die eingezogenen Dinge, sondern auch um die Art, wie die Schule das öffentlich machte.
Die Art, wie die Gegenstände für die Kamera ausgebreitet wurden, habe manche Follower an die Präsentation von Beschlagnahmungen in Kriminalmeldungen und Sicherheitsberichten erinnert, sagte sie. Das habe eine breitere Diskussion unter Eltern darüber ausgelöst, wie Kontrollen in Schulen ablaufen und wie das Personal mit dem umgehen soll, was Kinder mitbringen.
Die Eltern, die auf der Facebook-Seite der Union antworteten, waren geteilter Meinung:
- Eine Person sagte, das Einziehen von Handys sei angesichts des Nutzungsverbots an Schulen nachvollziehbar, schlug aber vor, einfache Geräte ohne Kamera zu erlauben, damit die Kinder ihre Familien erreichen können.
- Eine andere sagte, manche Fundstücke wie Kosmetika und Parfüm könnten persönliche Dinge sein, die Mädchen tatsächlich brauchen, und bat die Schule, diese von echten Regelverstößen zu trennen.
- Eine dritte befürwortete Kontrollen grundsätzlich, forderte aber, dass ihnen ein klarer Hinweis an Schüler und Eltern mit einer Liste verbotener Gegenstände vorausgeht und dass sie einem festen, bekannten Verfahren folgen.
Der Bericht nennt die Schule nicht, sagt nicht, wann die Kontrolle stattfand, und enthält keine Stellungnahme der Schule oder der Bildungsdirektion des Roten Meeres.
Für Familien in Hurghada ist es der jüngste in einer Reihe von Konflikten mit den Sprachschulen der Küste in diesem Schuljahr, nach den Protesten gegen die Ersetzung von Deutsch durch Französisch und gegen den Mangel an Deutschlehrern für neue Schüler. Was Eltern hier verlangen, ist enger gefasst: die Regeln zu kennen, bevor die Taschen ihrer Kinder geöffnet werden.