Regen setzt Hurghadas Straßen unter Wasser, Strom fällt eine halbe Stunde aus – Warnung vor schlechter Sicht auf den Straßen nach Oberägypten
Über eine Stunde lang fiel am Freitagabend Gewitterregen auf Hurghada, sammelte sich in den Straßen und ließ in einigen Stadtteilen für etwa eine halbe Stunde den Strom ausfallen. Das Gouvernement hat Saugfahrzeuge auf den Hauptstraßen im Einsatz, die Meteorologen warnen Autofahrer vor schlechter Sicht.
9. Oktober 2026

Starker Regen mit Gewitter und Blitzen zog am Freitagabend über Hurghada, sammelte sich in Straßen und auf Plätzen und ließ in mehreren Stadtteilen für etwa eine halbe Stunde den Strom ausfallen, bevor die Versorgung zurückkehrte, wie ägyptische Medien berichten.
Der Regen hielt laut Youm7 mehr als eine Stunde an, mit Intensitäten von mittel bis stark. Al-Masry Al-Youm berichtet, der Wolkenbruch sei zeitgleich mit dem Stromausfall und mit Warnungen der Meteorologischen Behörde und des Gouvernements Rotes Meer gekommen, darunter eine Warnung vor Sturzfluten. Al-Bawabh News berichtet, das Gouvernement habe mit dem Einsetzen des Unwetters den Notstand ausgerufen.
Das Gouvernement erhöhte die Bereitschaft in seinen Versorgungsbereichen – Trinkwasser, Abwasser, Straßen und Verkehr – und verstärkte die Überwachung über seine Lagezentren, wie Sada El-Balad berichtet. Gouverneur Dr. Walid El-Barqi wies die Stadt- und Bezirksleiter sowie die Verantwortlichen der Versorgungsbetriebe an, die Lage vor Ort zu verfolgen und Saugfahrzeuge auf Hurghadas Hauptstraßen und wichtigsten Verkehrsachsen einzusetzen. Laut Youm7 wurden außerdem Komitees gebildet, die den Zustand der Regen- und Sturzflutschutzanlagen der Stadt prüfen.
Die Warnungen der Meteorologischen Behörde waren, wie Sada El-Balad berichtet, konkret:
- Geringe Sichtweite für Autofahrer auf den Fernstraßen zwischen Hurghada und den Städten Oberägyptens sowie Süd-Sinai
- Vorgeschriebene Geschwindigkeiten einhalten und ausreichend Abstand halten
- Während des Unwetters Abstand zu Laternenmasten, Metallschildern und offenen Stromquellen halten
Die Trinkwasser- und Abwassergesellschaft des Roten Meeres schickte Fahrzeuge und Gerät an die überfluteten Stellen; sie hatte dafür vorab Bereitstellungspunkte in den Gebieten festgelegt, in denen sie Wasseransammlungen erwartete, wie Al-Masry Al-Youm berichtet. Ihr Vorsitzender, Generalmajor Bahaa Sayed El-Ahl, erklärte, der Notstand gelte weiter und die rund um die Uhr erreichbare Hotline des Unternehmens nehme Meldungen von Anwohnern an. Ahram Gate berichtet von Einsatzkräften, die in El Quseir weiter Regenschäden beseitigen – dort war am Tag zuvor der Strom ausgefallen – sowie von einer Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Jugendeinrichtungen im Gouvernement.
Meteorologen führen das Wetter auf ein Bodentief über dem Mittelmeer in Verbindung mit einem Höhentief zurück, eine Konstellation, die Quellwolken aufbaut, aus denen örtlich begrenzt starker Regen fallen kann, wie Sada El-Balad berichtet. Die Behörde erwartet, dass die Gewitterwolken das Rote Meer und den Süden des Landes weiter beeinflussen.
Bis zur Veröffentlichung meldeten die Lagezentren in Hurghada keine Todesopfer und keine schweren Sachschäden. Das Gouvernement bat Anwohner wie Besucher, während der stärksten Regenphasen nur im Notfall ins Freie zu gehen. Regenmengen veröffentlichte kein Medium, und keines berichtete von Straßensperrungen, Flugausfällen am Flughafen Hurghada oder abgesagten Ausflügen.