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Reise

Sicher am Strand und im Wasser: Strömungen, Meerestiere und Sonne am Roten Meer

Ein ruhiger, praktischer Guide für Ihre Sicherheit an der Rotmeerküste: Schwimmen und Schnorcheln, Strömungen und Wind, Strandflaggen, Meerestiere und Sonne.

6. Mai 2025

Aktualisiert 1. August 2026

View of the Red Sea coast at Nuweiba, Sinai, with calm blue sea and mountains in the background
Photo: Vyacheslav Argenberg, CC BY 4.0

Das Rote Meer gehört zu den sanfteren Meeren: warm, klar und gesäumt von Riffen, die an vielen Stränden nur wenige Schwimmzüge entfernt beginnen. Ernste Zwischenfälle sind selten, und die allermeisten Besucher schwimmen und schnorcheln jahrelang ohne Vorfall. Aber genau das, was es besonders macht – die Riffkanten, das warme, trockene Klima, das offene Wasser jenseits der Buchten – belohnt ein wenig Ortskenntnis. Dieser Guide will ruhig und praktisch sein, nicht alarmistisch: ein paar vernünftige Gewohnheiten, mit denen Sie im und am Wasser entspannen können. Lesen Sie ihn einmal, teilen Sie ihn mit Besuch – und dann genießen Sie das Meer.

Schwimmen und Schnorcheln: die Grundlagen, auf die es ankommt

Die meisten sicheren Tage entscheiden sich über eine Handvoll einfacher Entscheidungen, bevor Sie ins Wasser gehen.

– Schwimmen Sie dort, wo andere schwimmen. Bleiben Sie an den belebteren Abschnitten Ihres Hotels oder öffentlichen Strandes, idealerweise in Sichtweite eines Rettungsschwimmers, wo einer im Dienst ist. Eine stille, leere Bucht ist schön – aber ein schlechter Ort, um in Schwierigkeiten zu geraten. – Schnorcheln Sie nie allein, und sagen Sie jemandem, was Sie vorhaben. Ein Buddy ist Ihr bestes Sicherheitsgerät. Vereinbaren Sie grob, wohin Sie wollen und wann Sie zurück sind. – Nutzen Sie eine Schwimmhilfe oder eine gut sichtbare Markierung. Eine Schnorchelweste, Poolnudel oder aufblasbare Boje macht Sie für Boote sichtbar und gibt Ihnen etwas zum Festhalten beim Ausruhen. Auffällige Kappen und UV-Shirts helfen ebenfalls. – Kennen Sie Ihre Grenzen ehrlich. Warmes, ruhiges, salziges Wasser lässt Schwimmen leicht wirken – und trägt Sie weiter hinaus als geplant. Kehren Sie um, solange Sie noch reichlich Reserven haben, besonders bei Wind. – Achten Sie auf den Bootsverkehr. Jetskis, Tauchboote und Bananenboote sind mancherorts nah am Ufer unterwegs. Bleiben Sie innerhalb markierter Schwimmzonen und heben Sie beim Queren offenen Wassers einen Arm.

Fazit: Die einfachste Regel ist die stärkste. Schwimmen Sie mit Buddy, bleiben Sie sichtbar, und behalten Sie etwas zwischen sich und einem langen Heimweg.

Strömungen, ablandiger Wind und der Weg zurück ans Ufer

Das Rote Meer kennt nichts wie die schwere Ozeanbrandung einer Atlantikküste, aber es kennt Wind – und der Wind verdient hier Respekt. Die vorherrschende Brise weht oft aus Norden und kann am Nachmittag deutlich auffrischen. Ablandiger Wind (vom Land aufs Meer hinaus) ist die stille Gefahr: Das Wasser direkt bei Ihnen kann flach und einladend aussehen, während die Brise Sie – und vor allem alles Aufblasbare – stetig vom Strand wegdrückt.

– Seien Sie sehr vorsichtig mit Aufblasbarem. Luftmatratzen, Schwimmringe und Stand-up-Paddleboards werden leicht aufs Meer hinausgeweht. Kommt der Wind von hinten, wenn Sie aufs Wasser blicken, bleiben sie an Land. – Wenn Sie sich mitgezogen fühlen, kämpfen Sie nicht frontal dagegen an. Bleiben Sie ruhig, lassen Sie sich treiben, und schwimmen Sie schräg quer zum Zug zurück Richtung Ufer statt direkt dagegen. Heben Sie früh einen Arm und rufen Sie um Hilfe, wenn Sie ermüden. – Riffkanäle und Rifflücken können Wasser kanalisieren; merken Sie, dass Sie nahe einer Riffdurchfahrt schneller treiben, entfernen Sie sich vom Kanal. – Prüfen Sie vor dem Rausgehen den Wind, nicht nur die Sonne. Ein heller, heißer, windiger Nachmittag ist genau die Zeit, in der Paddler und Schnorchler am weitesten abtreiben.

Die Bedingungen variieren je nach Strand, Bucht und Saison – der Rettungsschwimmer oder die Tauchbasis vor Ort ist am Tag selbst Ihre beste Quelle.

Strandflaggen und Rettungsschwimmer

Viele Hotelstrände und gemanagte Resorts nutzen ein Flaggensystem, das aber nicht an der ganzen Küste einheitlich ist; die genauen Farben können zwischen Häusern variieren. Als grobe Orientierung: Rot heißt nicht ins Wasser gehen oder ernste Gefahr, Gelb heißt Vorsicht, raue Bedingungen, Grün heißt ruhige Bedingungen. Manche Strände hissen eine Flagge schlicht als Zeichen, ob der Rettungsschwimmer das Schwimmen an dem Tag für ratsam hält.

Behandeln Sie Flaggen als Anweisung, nicht als Vorschlag, und fragen Sie das Personal, wenn Sie die Farben eines Strandes nicht sicher deuten können. Merken Sie sich vor dem ersten Schwimmen die nächste Rettungsschwimmerstation, die Schwimmzonen-Markierungen und abgesperrte Bereiche. An unbewachten öffentlichen Stränden gibt es womöglich weder Flaggen noch Rettungsschwimmer – ein Grund, vorsichtiger zu sein, nicht weniger.

Meerestiere: bewundern, nie berühren

Das Riff ist ein Highlight, und fast nichts darin will irgendetwas von Ihnen. Die goldene Regel schützt Sie und die Tiere: schauen, nie anfassen, und darauf achten, wohin Sie Hände, Füße und Knie setzen. Stiche und Schnitte sind hier fast immer die Folge von Kontakt, nicht von Aggression.

– Rotfeuerfische sind schön, langsam und tragen Gift in den Stacheln. Bewundern Sie sie; drängen Sie keinen in die Enge und fassen Sie keinen an. – Steinfische und Skorpionfische sind Meister der Tarnung, ruhen reglos am Boden und haben giftige Stacheln. Das ist der Hauptgrund, in Riff- und Geröllnähe nicht auf dem Meeresboden zu stehen oder darüber zu schlurfen. – Seeigel sitzen in Spalten, mit langen, brüchigen Stacheln, die schmerzhaft in der Haut abbrechen. Halten Sie Hände und Füße von dunklen Rissen im Riff fern. – Feuerkorallen sind keine echten Korallen, verursachen bei Kontakt aber brennende, stechende Quaddeln. Sie sehen oft aus wie ein unscheinbares, senfbraunes, verzweigtes Gewächs – die sichere Annahme ist schlicht, gar nichts zu berühren. – Quallen treten saisonal auf; sehen Sie welche, verlassen Sie das Wasser und fragen Sie vor Ort, wie lange sie üblicherweise bleiben.

Eine Anmerkung zu Haien: Ernste Haivorfälle sind sehr selten, und die Riffhaie, die Schnorchler allenfalls erblicken, interessieren sich nicht für Menschen. Ein paar Gewohnheiten werden allgemein empfohlen, um das Risiko weiter zu senken: nicht in der Morgen- oder Abenddämmerung oder in trübem Wasser schwimmen, Abstand zu Fischerei- oder Fütterungsaktivitäten halten, auf kontrastreichen, glänzenden Schmuck verzichten – und wenn Sie einen großen Hai sehen, ruhig und stetig, ohne Planschen, das Wasser verlassen. Befolgen Sie stets lokale Hinweise und Strandsperrungen; sie werden aus gutem Grund ausgesprochen.

Bei Stich, Kratzer oder Schnitt

Dies sind allgemeine Erste-Hilfe-Informationen, keine medizinische Beratung und kein Ersatz für professionelle Versorgung. Bei jedem ernsten Stich, bei Atemnot, einer großen Wunde, Anzeichen einer allergischen Reaktion oder einem Stich von etwas, das Sie nicht identifizieren können: Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe und folgen Sie den Anweisungen von qualifiziertem medizinischem Personal oder dem örtlichen Rettungsdienst.

– Korallenschrammen und Schnitte: mit sauberem Süßwasser spülen, sanft reinigen und auf Infektionen achten – Riffwunden heilen in warmem Wasser oft langsam. Abdecken, sauber halten und bei Verschlechterung ärztlich prüfen lassen. – Stacheln giftiger Fische (Rotfeuerfisch, Steinfisch, Skorpionfisch): wirklich schmerzhaft und ein Fall für ärztliche Versorgung. Das Eintauchen der Stelle in so heißes Wasser, wie es angenehm erträglich ist, gilt als verbreiteter erster Schritt, während Sie Hilfe suchen – aber verbrühen Sie die Haut nicht und richten Sie sich nach ärztlichem Rat. – Seeigelstacheln: In der Haut steckende Stacheln müssen oft fachgerecht entfernt werden; gehen Sie in eine Klinik, statt selbst daran herumzugraben. – Feuerkoralle und leichtere Stiche: mit Meerwasser spülen (nicht mit Süßwasser, das manche Stiche verschlimmern kann) und nicht reiben, so die verbreitete Empfehlung; sichtbare Reste vorsichtig und nicht mit bloßen Händen entfernen und bei starken oder anhaltenden Symptomen Hilfe suchen.

Tragen Sie ein kleines Erste-Hilfe-Set bei sich, wissen Sie, wo Ihre Resort-Klinik oder die nächste Apotheke ist, und klären Sie bei Ankunft mit Ihrer Unterkunft die aktuellen Notrufnummern und das nächste Krankenhaus.

Sonne, Hitze und Dehydrierung

An der Rotmeerküste sind Sonne und Hitze eine verlässlichere Gefahr als alles im Wasser – und sie schleichen sich an, weil trockene Luft und Meeresbrise verbergen, wie hart es Sie trifft.

– Bedecken Sie sich und suchen Sie Schatten, besonders in den Stunden um die Mittagszeit. Ein UV-Shirt oder leichte lange Ärmel schlagen Lotion allein – und schützen zugleich das Riff vor Sonnencreme. – Trinken Sie stetig Wasser über den Tag, bevor Sie Durst spüren. Schränken Sie Alkohol und sehr zuckrige Getränke in der größten Hitze ein. – Achten Sie auf Warnzeichen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Krämpfe oder Verwirrtheit heißen ab in den Schatten, abkühlen und rehydrieren. Bei Kindern und älteren Reisenden kann das schnell eskalieren – holen Sie medizinische Hilfe, wenn Symptome schwer sind oder nicht nachlassen. – Denken Sie an Ihre Füße. Sand, Poolränder und Bootsflächen werden heiß genug für Verbrennungen; Riffschuhe oder Sandalen lohnen sich.

Ein paar kleine Dinge, die jeden Strandtag leichter machen

– Riffschuhe sind das nützlichste Einzelstück: Sie schützen vor Seeigeln, heißem Sand, scharfem Geröll und verborgenen Steinfischen unter den Füßen und machen steinige Einstiege schmerzlos. – Ein UV-Shirt oder Stinger-Anzug erledigt Sonne, Quallen und zufällige Berührungen in einem einzigen Kleidungsstück. – Halten Sie einen Drybag bereit, mit Wasser, Hut, Erste-Hilfe-Basics und Ihrem Telefon. – Fragen Sie vor Ort. Rettungsschwimmer, Tauchbasen und Hotelpersonal kennen Wind, Wasser und saisonale Quallen des Tages weit besser als jeder Guide.

Das Rote Meer belohnt einen entspannten, respektvollen Umgang. Schwimmen Sie mit Buddy, achten Sie auf den Wind, behalten Sie unter Wasser die Hände bei sich, trinken Sie Wasser und meiden Sie die Mittagssonne – dann schenkt Ihnen die Küste die leichten, schönen Strandtage, für die sie berühmt ist.

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Quellen

A practical guide from the Hurghada News desk.

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