Rotes Meer: Gouverneur setzt Ingenieurskommission für Ökostrom-Anlagen ein
Eine Ingenieurskommission soll den Bau von Anlagen für erneuerbare Energien prüfen – ausdrücklich zur Unterstützung des touristischen Ausbaus. Standorte, Leistung und Zeitplan blieben offen.
7. September 2026

Der Gouverneur des Roten Meeres hat die Bildung einer Ingenieurskommission angeordnet, die den Bau von Anlagen für erneuerbare Energien im Gouvernement prüfen soll – ausdrücklich zur Unterstützung des touristischen Ausbaus, wie Al-Osboa am 6. September berichtet.
Der Bericht nennt die Anweisung und ihre beiden erklärten Zwecke: die Prüfung des Baus von Ökostrom-Anlagen und die Förderung des weiteren Tourismuswachstums. Welche Standorte infrage kommen, welche Leistung vorgesehen ist, wer der Kommission angehört und wann sie Ergebnisse vorlegen soll, steht nicht darin.
Die Stromversorgung ist an diesem Küstenabschnitt ein reales Nadelöhr. Hotels, Tauchbasen und Entsalzungsanlagen zwischen Hurghada und Marsa Alam hängen an einem Netz, das sich mit jedem Jahr weiter strecken muss, weil neue Resorts und Wohnviertel hinzukommen. Die fast durchgehende Sonne und der stetige Nordwind sind der Grund, weshalb das Gouvernement in Ägyptens Ökostrom-Planungen regelmäßig auftaucht.
Die Anweisung reiht sich in weitere Energiethemen dieser Saison ein. Hurghada News berichtete darüber, dass der Elektrizitätsminister Orascom zum Einhalten des Zeitplans für den 900-MW-Windpark Ras Schukeir drängt, über eine geplante solarbetriebene Entsalzungsanlage in Marsa Alam mit 10.000 Kubikmetern pro Tag sowie über Gespräche des Gouverneurs mit dem Minister für Hochschulbildung zu Energie-, Wasser- und Identitätsprojekten.
Für Anwohner und Urlauber ändert sich vorerst nichts: Eine Kommission ist eine Prüfphase, kein Baubeginn. Das Signal ist, dass Erzeugungskapazität – und nicht nur Hotelkapazität – als Teil des touristischen Ausbaus behandelt wird. Bis die Kommission berichtet, bleiben die wichtigsten Angaben offen, darunter Kosten und Standort.