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Eltern am Roten Meer wehren sich dagegen, dass Deutsch durch Französisch ersetzt wird

An den staatlichen Sprachschulen des Gouvernements fordern Eltern die Rücknahme der Entscheidung: Deutsch sei die Sprache, die ihre Kinder in einer Tourismusregion brauchen. Die Schulbehörde erklärt, betroffen seien nur neue Schüler.

26. September 2026

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An den staatlichen Sprachschulen und den ausgezeichneten staatlichen Sprachschulen im Gouvernement Rotes Meer wehren sich Eltern dagegen, dass für neue Schülerinnen und Schüler Deutsch durch Französisch ersetzt wird als zweite Fremdsprache, wie Al-Masry Al-Youm und Youlyou berichten.

Sie fordern, die Entscheidung förmlich zurückzunehmen, Kinder nicht zu benachteiligen, die bereits seit Jahren Deutsch lernen, und die Sprachwahl den Familien zu überlassen, statt sie vorzuschreiben. Mehrere Eltern wandten sich an Bildungsminister Mohamed Abdel Latif mit der Bitte, einzugreifen, den Vorgang zu prüfen und Deutschlehrer bereitzustellen.

Ein Vater sagte, seine Kinder hätten sich auch deshalb für eine staatliche Sprachschule entschieden, um Deutsch zu lernen – die Sprache, die im Gouvernement Rotes Meer am unmittelbarsten mit dem Tourismus verbunden sei. Einen Lehrermangel dürften nicht die Schüler und ihre Familien ausbaden: Die Schulbehörde solle Deutschlehrer finden, statt die Sprache zu wechseln.

Ein anderer Elternteil nannte den Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt eine Zumutung – vor allem für Kinder, die bereits Teile des neuen Lehrplans begonnen haben und deren Familien Bücher und Lernhefte gekauft und vor Schuljahresbeginn Nachhilfe organisiert haben. Jede Änderung müsse so früh angekündigt werden, dass Eltern noch vor Ablauf der Fristen für Schulwechsel und Wahlfächer entscheiden könnten.

Die Eltern verlangten zudem, die rechtliche und verwaltungstechnische Grundlage der Entscheidung offenzulegen und vor jeder Änderung der zweiten Fremdsprache die zuständigen Stellen im Bildungsministerium sowie den Fachberater einzubeziehen.

Faiza Ahmed, Generaldirektorin für allgemeine Bildung in der Schulbehörde des Roten Meeres, sagte, die Berichte bedürften einer Klarstellung: Die Frage der Deutschwahl betreffe ausschließlich neue Schüler. Wer in früheren Jahren Deutsch gewählt habe, sei nicht betroffen und behalte seine Sprache.

Wie viele Schüler und Schulen betroffen sind, wie viele Deutschlehrerstellen unbesetzt sind und ob die Behörde die Entscheidung für neue Schüler zurücknimmt, geht aus den Berichten nicht hervor.

Deutsch hat hier ein Gewicht wie kaum anderswo in Ägypten. Deutschland ist seit Jahren der größte Quellmarkt für Besucher dieser Küste, und Deutschkenntnisse sind in Hotels, Tauchbasen und Ausflugsagenturen von El Gouna bis Marsa Alam eine Einstellungsvoraussetzung. Genau damit argumentieren die Eltern – und deshalb ist aus einer Schulentscheidung eine lokale Wirtschaftsfrage geworden.

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Quellen

Reported by Al-Masry Al-Youm and Youlyou on 20 September 2026, quoting parents and the director-general of general education at the Red Sea education directorate.

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