Rotmeer-Schutzgebiete bitten Taucher und Urlauber: Zugvögel fotografieren – mit Ort und Datum
Zum Weltzugvogeltag rufen die Schutzgebiete am Roten Meer Taucher, Touristen, Forscher und Beschäftigte im Meerestourismus auf, Vögel innerhalb der Schutzgebiete zu fotografieren und Ort und Datum festzuhalten. Eine E-Mail-Adresse, App oder Telefonnummer für die Meldungen wurde nicht veröffentlicht.
10. Oktober 2026

Die Schutzgebiete am Roten Meer bitten Taucher, Touristen, Forscher und Beschäftigte im Meeres- und Tourismusgewerbe der Küste darum, die Zugvögel zu fotografieren, die ihnen begegnen, und festzuhalten, wo und wann sie sie gesehen haben. Das berichtet Al-Masry Al-Youm vom Samstag.
Der Aufruf erfolgte, als die Schutzgebiete den Weltzugvogeltag unter dem Motto „Jeder Vogel zählt – Ihre Beobachtungen machen einen Unterschied“ begingen. Ahmed Ghallab, Generaldirektor der Schutzgebiete am Roten Meer, sagte, die Einbeziehung von Bürgern, Vogelbeobachtern, Tauchern und Tourismusbeschäftigten in die Erfassung werde Beobachtungen von vielen Orten zu unterschiedlichen Zeiten zusammenbringen. So entstehe ein klareres Bild davon, welche Arten die Region überqueren, wann sie auftreten und welche Orte sie auf ihren jahreszeitlichen Reisen nutzen.
Konkret erbitten die Schutzgebiete:
- Beobachtungen innerhalb der Schutzgebiete
- dokumentiert mit Foto oder Video
- mit Ort und Datum, soweit möglich
Aufnahmen mit genauen Angaben erleichtern laut der Mitteilung auch die Artbestimmung – hilfreich dann, wenn ein Vogel nicht auf den ersten Blick zu benennen ist. Eine einzelne Beobachtung eines Besuchers kann Teil eines viel größeren Datensatzes werden, mit dem Fachleute Sichtungen über die Jahre vergleichen, wiederkehrende Rastplätze erkennen und Veränderungen bemerken können, die mit Lebensraumverlust, menschlichem Druck oder dem Wetter zusammenhängen.
Das Rote Meer liege auf einem ökologisch bedeutenden Abschnitt der Zugrouten, so die Schutzgebiete, weil es Afrika und Asien verbindet und weil seine Küste Meeres- und Wüstenlebensräume vereint – mit Inseln, Riffen und Küstenstreifen, die von ansässigen, durchziehenden und wandernden Vögeln gleichermaßen genutzt werden. Welche Arten zu sehen sind, hänge von Jahreszeit, Wetter und Lebensraum ab; deshalb sei eine regelmäßige Erfassung im Gelände wichtig.
Über den Reiz für Vogelbeobachter und Naturfotografen hinaus begrenzen manche Arten laut den Schutzgebieten die Ausbreitung von Schädlingen, verbreiten Samen und sind Teil von Nährstoffkreisläufen – und sie dienen als Umweltindikatoren.
Eine E-Mail-Adresse, App oder Telefonnummer für die Übermittlung von Beobachtungen nennt der Bericht nicht, ebenso keine Liste der Arten, die in diesem Herbst die Küste überqueren. Diese Seite berichtete am 7. Oktober, dass neun Vögel, sechs davon Weißstörche, während des Herbstzugs über dem Roten Meer gerettet wurden.