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Müll erreicht Hafen und Schultüren in Safaga – Ministerin setzt Frist bis Ende September

Nach der zweiten Absage der Reinigungsausschreibung liegt der Müll in Safaga an der Corniche, vor Schulen und am Hafeneingang. Die Ministerin für lokale Entwicklung will die Verträge noch in diesem Monat unter Dach und Fach haben.

24. September 2026

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A cargo vessel at Safaga seaport on Egypt's Red Sea coast. File photo; it does not show the rubbish described in the report.
Photo: Marty buya, CC BY-SA 4.0

In Safaga hat sich der Müll bis zur Corniche, vor die Tore von Schulen und Instituten und bis an die Zufahrten des Seehafens ausgebreitet. Zuvor hatte der Gouverneur des Roten Meeres die Reinigungsausschreibung der Stadt zum zweiten Mal annulliert und das Verfahren unter Fachfirmen neu gestartet, wie Al-Masry Al-Youm berichtet.

Das Problem beschränke sich längst nicht mehr auf Wohnstraßen, schreibt die Zeitung. Ahmed Khaled, Leiter eines Zollabfertigungsbüros im Hafen, nannte die Haufen vor dem Hafen von Safaga bedauerlich – immerhin sei er einer der wichtigsten Häfen am Roten Meer, mit täglichem Passagierverkehr sowie Handels- und Schiffsbetrieb.

Die Krise fiel mit dem Beginn des Schuljahres zusammen; vor Schulen und Instituten türmte sich Müll, was Eltern und Lehrkräfte beunruhigte. Zwei Anwohner sagten der Zeitung, einmaliges Abräumen reiche nicht. Ahmed Salem forderte ein durchgehendes System für Sammlung und Abtransport, das jedes Viertel erreiche. Khaled Saeed sagte, die Stadt brauche eine grundsätzliche Lösung statt zeitweiliger Kampagnen.

Die Anwohner baten die Ministerin für lokale Entwicklung um ein Eingreifen. Gouverneur Walid El-Barqi erklärte, das Gouvernement arbeite daran, den Zuschlag an ein neues Unternehmen abzuschließen, damit die Reinigung wieder regelmäßig laufe.

Eine Frist – und ein Blick auf den Hotelmüll

Bei einem Treffen mit dem Gouverneur am 16. September drang die Ministerin für lokale Entwicklung und Umwelt, Manal Awad, darauf, Ausschreibung und Vertragsabschluss mit privaten Unternehmen für eine integrierte Abfallwirtschaft in allen Städten und Bezirken des Gouvernements noch vor Ende September abzuschließen und den leistungsfähigsten Betreiber auszuwählen, wie Sada El-Balad berichtet.

Sie forderte zudem schärfere Kontrollen und rechtliche Schritte gegen unkontrollierte Mülltrennung, besonders in Hurghada, und verwies auf einen von ihr angeordneten gemeinsamen Ausschuss von Gouvernement und Regionalstelle der Umweltbehörde. Er soll prüfen, ob Hotels und touristische Einrichtungen die Vorgaben einhalten. Diese müssen Firmen beauftragen, die von der Abfallregulierungsbehörde lizenziert sind, dafür sorgen, dass ihr Müll die genehmigte Behandlungs- und Entsorgungsanlage erreicht, und über die übergebenen Mengen Buch führen.

Bei demselben Treffen ging es auch um einen Plan, Hurghada über das reine Strandziel hinaus zu entwickeln – hin zu dem, was das Ministerium als integriertes touristisches und kulturelles Erlebnis beschreibt. Der Gouverneur stellte Vorschläge zur Umgestaltung von Sakala-Platz, Mina-Moschee-Platz und El-Nasr-Straße vor, dazu Baumpflanzungen an Hauptstraßen und an den Zufahrten von Bezirken und Städten.

Wann der neue Reinigungsvertrag tatsächlich vergeben wird, welche Firmen bieten und welchen Wert der Auftrag hat, geht aus den Berichten nicht hervor. Für Safaga sind es bis Ende September noch sechs Tage – und es ist die erste terminierte Zusage in dieser Krise.

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