Werft in Safaga bringt zwei 90-Tonnen-Schlepper zu Wasser – und baut eine Industriezone auf 50.000 Quadratmetern
Der Chef der Suezkanalbehörde und der Gouverneur des Roten Meeres waren beim Stapellauf zweier Schlepper der "Azm"-Klasse auf der Werft South Red Sea Shipyard in Safaga dabei – ebenso bei der Übergabe zweier Ausflugsboote und der Besichtigung einer Freizone mit drei geplanten Fabriken.
26. September 2026
Auf der Werft South Red Sea Shipyard Company in Safaga sind in dieser Woche zwei neue Schlepper zu Wasser gelassen und zwei Ausflugsboote übergeben worden. Anwesend waren der Chef der Suezkanalbehörde, Admiral Osama Rabie, und der Gouverneur des Roten Meeres, Dr. Walid El-Barqi, wie Twasl News berichtet.
Die beiden Schlepper gehören zur "Azm"-Klasse mit einem Pfahlzug von bis zu 90 Tonnen und sind die Nummern fünf und sechs der in der Schlepperfabrik Misr gebauten Serie. Jeder ist 32 Meter lang und 13,5 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und läuft 12 Knoten.
Bei der Zeremonie wurden außerdem die ersten Ausflugsboote der "Bahr"-Klasse übergeben, gefertigt im Fiberglaswerk der Suez Canal Modern Boats Company:
- Bahr 1 und Bahr 2, gebaut aus Holz und Fiberglas
- jeweils 15 Passagiere, 17 Meter lang und 5 Meter breit
- Geschwindigkeit 21 Knoten
- vorgesehen für den maritimen Tourismus am Suezkanal
Zudem liefen die abschließenden Betriebserprobungen zweier für den Export bestimmter "Azm"-Schlepper, die an das italienische Unternehmen NERI geliefert werden sollen.
Was in Safaga entsteht
Rabie und El-Barqi eröffneten ein neues Verwaltungsgebäude der Werft mit 1.110 Quadratmetern Fläche, in dem Büros, ein Konferenzsaal, ein Besprechungsraum, ein Speisesaal und Empfangsräume untergebracht sind.
Rabie besichtigte außerdem die im Bau befindliche freie Industriezone der Suez Canal Modern Boats Company von knapp 50.000 Quadratmetern. Geplant sind dort drei Fabriken, zwei Lagerflächen – eine überdacht, eine offen –, ein Verwaltungsgebäude, ein Wohngebäude und eine Moschee. Eine omanische Delegation besuchte die Werft während der Tour, um sich über den Schiffbau zu informieren.
Rabie sagte, die Behörde wolle die heimische Fertigung von Marineeinheiten ausweiten, indem sie integrierte Industriegemeinden für den Suezkanal und Ägyptens Häfen aufbaue und neue Exportmärkte erschließe. El-Barqi lobte die Arbeit der Behörde an der Lokalisierung der Branche.
Wie viele Menschen die Werft oder die neue Industriezone beschäftigen, was die Zone kostet und wann sie fertig sein soll, geht aus den Berichten nicht hervor. Für Safaga, dessen Wirtschaft von Hafen, Phosphat und durchreisendem Tourismus lebt, sind drei weitere Fabriken auf 50.000 Quadratmetern die konkreteste industrielle Zusage des Jahres.