ITF meldet ausstehende Löhne und Versorgungsmängel für sieben ägyptische Seeleute in Safaga
Die Internationale Transportarbeiter-Föderation hat nach eigenen Angaben in Safaga für sieben ägyptische Seeleute interveniert, die ausstehende Löhne und fehlende Verpflegung und medizinische Versorgung beklagen. Laut der Föderation hat die ägyptische Seebehörde das Schiff festgesetzt, während eine Lösung gesucht wird.
20. Oktober 2026

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) hat nach eigenen Angaben im Hafen von Safaga für sieben ägyptische Besatzungsmitglieder eines dort liegenden Schiffes interveniert. Anlass sind Beschwerden über verspätete Lohnzahlungen und fehlende Verpflegung, Lebensmittel und medizinische Behandlung. Die Föderation wertet die Lage als Verstoß gegen die Pflichten des Schiffseigners nach dem Seearbeitsübereinkommen (MLC 2006), wie die Zeitung Al-Shorouk am 18. Oktober berichtete.
Der ITF-Ansprechpartner in Ägypten hat den Fall übernommen und arbeitet an einer Beilegung des Streits zwischen Besatzung und Eigner, heißt es in einer Mitteilung der Föderation. Ziel sei es, den Männern ihre ausstehenden Zahlungen zu sichern und sie während ihres Aufenthalts an Bord mit dem Nötigsten zu versorgen.
Was die Behörden unternommen haben
Nach der wiedergegebenen Mitteilung:
- Die ägyptische Seebehörde hat Mängel an dem Schiff festgestellt und Maßnahmen ergriffen, darunter die Festsetzung des Schiffes, um die Rechte der Besatzung und ihre ausstehenden Löhne zu sichern.
- Der Sektor für Seeverkehr und Logistik hat den Fall begleitet und die nötigen Verwarnungen ausgesprochen, um den Schiffsagenten zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten.
- Die Marinebasis Rotes Meer hat geholfen, die Besatzung mit Proviant, Lebensmitteln und Treibstoff zu versorgen, unter Beachtung der Sicherheitsauflagen.
Die ITF lobte außerdem den Kapitän des Schiffes, Mohamed Soliman, dafür, dass er an Bord für Ordnung gesorgt und die Beschwerde über offizielle Kanäle eingereicht habe – dadurch hätten die Forderungen der Besatzung weiterverfolgt werden können.
Die Bemühungen um eine endgültige Lösung dauern in Abstimmung mit den beteiligten Behörden an, so die Föderation. Kommt eine Einigung zustande, wird die Beschwerde geschlossen; andernfalls will die ITF die Schritte einleiten, um das Schiff als verlassen registrieren zu lassen – mit Verweis darauf, dass der Eigner seine Verantwortung und seine Pflichten gegenüber der Besatzung nach MLC 2006 aufgegeben habe.
Name, Flagge und Eigner des Schiffes wurden in der wiedergegebenen Mitteilung nicht genannt.
Die Föderation erklärte, sie halte in Ägypten rund um die Uhr einen Ansprechpartner für dringende Beschwerden von Seeleuten bereit, und rief Besatzungen mit ähnlichen Problemen – etwa verspäteten Löhnen oder fehlenden Lebensmitteln, Wasser oder Energie – dazu auf, sich rasch über die offiziellen Kanäle zu melden, damit ihre Fälle aufgegriffen werden können.