Gouvernement entzieht der Awqaf-Behörde die zweite Phase der Handwerkerstadt in Hurghada
Der Gouverneur des Roten Meeres, Walid al-Barqi, hat der Behörde für religiöse Stiftungen (Awqaf) das Grundstück der zweiten Phase der Handwerkerstadt in Hurghada entzogen – nach jahrelangem Streit über die Preise der Werkstätten und deren Vergabe. Das Gouvernement prüft nun, die Arbeiten selbst auszuführen. Ein Fertigstellungstermin wurde nicht genannt.
15. Oktober 2026

Der Gouverneur des Roten Meeres, Walid al-Barqi, hat der Behörde für religiöse Stiftungen (Awqaf) das Grundstück der zweiten Phase der Handwerkerstadt in Hurghada entzogen. Das Gouvernement prüft nun, die restlichen Arbeiten selbst auszuführen, wie die Zeitung Al-Masry Al-Youm am Donnerstag berichtete.
Der Entscheidung gingen jahrelange Meinungsverschiedenheiten zwischen der Awqaf-Behörde und dem Gouvernement voraus: über die Preise der handwerklichen und gewerblichen Werkstätten, über die Verfahren zu ihrer Vergabe an die Anspruchsberechtigten und darüber, dass Projektphasen nicht innerhalb der gesetzlichen Fristen fertig wurden.
Bekannt gab der Gouverneur die Entscheidung bei einem Treffen mit Werkstattinhabern, das dem aktuellen Stand des Projekts und deren Beschwerden über die Verzögerung der zweiten Phase gewidmet war. Dem Bericht zufolge sagte er den Inhabern, das Gouvernement prüfe die geeigneten Ausführungsalternativen für eine Übernahme der Arbeiten im Rahmen der rechtlichen und administrativen Verfahren.
Was sich für die Werkstattinhaber ändert
Wir haben am Mittwoch berichtet, dass das Gouvernement zunächst die Werkstätten, ihre Inhaber und die Anspruchsberechtigten erfassen will, damit die Vergabe auf einer belastbaren Datenbasis beruht. Diese Erfassung bleibt bestehen, und der Gouverneur wiederholte die Anweisung bei diesem Treffen. Neu ist, dass das Grundstück der zweiten Phase nicht mehr bei der Awqaf-Behörde liegt.
Die Handwerkerstadt soll Hunderte handwerkliche und gewerbliche Werkstätten in einem eigenen Areal außerhalb der Wohnblocks von Hurghada zusammenführen. Das ist die vom Gouvernement genannte Begründung für die Verlagerung: das Gewerbe zu ordnen und seine Auswirkungen auf die Wohngebiete zu verringern, in denen die Werkstätten bislang liegen.
Die Werkstattinhaber begrüßten die Entscheidung bei dem Treffen und erklärten, sie hofften auf einen zügigen Abschluss der weiteren Verfahren und der Liste der Anspruchsberechtigten, damit ihre Betriebe umziehen können.
Ein Termin wurde nicht genannt – weder für die Fertigstellung der zweiten Phase noch für den Umzug selbst. Wie das Gouvernement die Arbeiten ausführen würde, wird weiterhin als in Prüfung bezeichnet.