Hochwasserschutz im Wadi Alam bei Marsa Alam soll im Januar 2027 fertig werden
Die zweite und dritte Phase umfassen elf Bauwerke an Nebenwadis für knapp 270 Millionen Pfund, mit einer Kapazität von etwa 11 Millionen Kubikmetern Regenwasser.
29. Oktober 2026

Die zweite und dritte Phase des Hochwasserschutzes am Hauptwadi Alam bei Marsa Alam sollen im Januar 2027 abgeschlossen werden. Sie umfassen elf Bauwerke an Nebenwadis, kosten knapp 270 Millionen Pfund und sollen etwa 11 Millionen Kubikmeter Regenwasser aufnehmen können. Das geht aus einer Übersicht über die Schutzanlagen des Gouvernements hervor, die Youm7 veröffentlicht hat.
Der Minister für Wasserressourcen und Bewässerung besichtigte in den vergangenen Tagen Standorte im Wadi Alam, darunter die Mündung des Wadi Alam und den See B1, die Mündungen des Wadi El-Sukari und des Wadi Umm Khariga sowie den See B7.
Bei der Wahl der Standorte wurden das Gelände und Umweltaspekte berücksichtigt, auch der Erhalt alter Bäume in den Wadis. Der in den Vorstudien vorgeschlagene Standort des Damms zum Schutz des Wadi Umm Khariga wurde verlegt, damit die Bäume keinen Schaden nehmen.
An der übrigen Küste
In Hurghada und Safaga gehören fünf Rückhaltedämme in den Wadis Faleq El-Sahl, Faleq El-Waar und El-Boroud El-Abyad dazu, außerdem vier künstliche Seen und drei Tosbecken. Ihr Speichervolumen wird mit 5,812 Millionen Kubikmetern angegeben, die Kosten mit rund 200 Millionen Pfund.
In El Quseir umfassen die Arbeiten am Wadi El-Quweih, etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt, einen Sammelsee und einen Leitdamm. Am Wadi El-Ambagi gibt es einen Sammelsee, drei Hauptdämme und einen Nebendamm sowie eine Furt, über die der Verkehr auch bei fließendem Wasser weiterrollt. Ziel ist nach den Angaben, Regen- und Sturzflutwasser zu nutzen, Entwicklungsprojekte wie die Farm El-Quweih zu schützen und die Hauptstraßen von El Quseir zu den Nachbarstädten zu sichern.
Weiter südlich wurden die Seen im Wadi Howdein bei Schalatin auf 16 Millionen Kubikmeter vergrößert, zu Kosten von 155 Millionen Pfund. Weitere Anlagen bei Marsa Alam schützen Wohngebiete im Bereich Abu El-Hassan.
Nördlich von Hurghada, zwischen Zafarana und Ras Ghareb, schützen Dämme und Seen die Klöster St. Antonius und St. Paulus. Um St. Paulus liegen fünf künstliche Seen, acht Erddämme und ein Kanal; bei St. Antonius wurden bestehende Leitdämme ausgebaut und vier Seen vor der Regenzeit gereinigt. In Ras Ghareb stehen drei Leitdämme an der Straße Ghareb–Scheich Fadl bei den Kilometern 8, 50 und 51, und der See im Wadi El-Darb fasst bis zu 9,7 Millionen Kubikmeter.
Die Anlagen sollen dem Bericht zufolge zwei Aufgaben erfüllen: Sturzfluten von Städten, Straßen und Einrichtungen fernhalten und Regenwasser in künstlichen Seen für die spätere Nutzung speichern.