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Walhai im Giftun-Gebiet vor Hurghada gesichtet – drei Meter Abstand vor dem Tier, vier Meter dahinter

Ein Walhai, den Taucher und Fischer vor Ort "Bahloul" nennen, wurde bei einer Seepatrouille zwischen Magawish und Abu Ramada registriert, berichtet Sada El Balad. Die Verhaltensregeln, die das Portal den Schutzgebieten des Roten Meeres zuschreibt, verbieten Berühren, Verfolgen und Einkreisen und verlangen mindestens drei Meter Abstand vor dem Tier und vier Meter dahinter. Ein Datum der Sichtung wird nicht genannt.

22. Oktober 2026

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Archivbild: Ein Walhai schwimmt mit offenem Maul durch das blaue Wasser des ägyptischen Roten Meeres, darunter kleine Fische. Kein Foto der hier berichteten Sichtung bei Giftun.
File photo / Archivbild — Derek Keats, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Im Giftun-Gebiet vor Hurghada, zwischen Magawish und Abu Ramada, ist bei einer der Seepatrouillen zur Beobachtung und zum Schutz des Meereslebens ein Walhai registriert worden. Das berichtet das ägyptische Nachrichtenportal Sada El Balad. Taucher und Fischer nennen das Tier "Bahloul". Wann die Sichtung erfolgte, steht in dem Bericht nicht.

Walhaie filtern Plankton und kleine Meeresorganismen aus dem Wasser; das Portal beschreibt sie als friedliche Tiere, die von Natur aus keine Gefahr für Menschen darstellen. Dr. Ahmed Wahballah, Direktor des Instituts für Meereswissenschaften, erklärte, es handle sich um die größte bekannte Fischart der Welt: rund 12 Meter lang und mitunter mehr als 20 Tonnen schwer. Die Größe mache eine Annäherung aber nicht harmlos – weder für den Menschen noch für das Tier. Das Verfolgen mit Booten, der Versuch, es zu berühren, oder das Abschneiden seines Weges für ein Nahaufnahme-Foto widersprächen dem verantwortungsvollen Umgang mit Meerestieren.

Wie man sich verhält

Die Hinweise, die Sada El Balad den Schutzgebieten des Roten Meeres zuschreibt, und die im Bericht genannten Anweisungen lauten für Menschen im Wasser und auf Booten:

  • das Tier nicht berühren, nicht verfolgen und nicht mit Booten einkreisen
  • nicht vor ihm schwimmen und seinen Weg nicht abschneiden
  • keinen Blitz benutzen und Bewegungen vermeiden, die es stören könnten
  • mindestens drei Meter Abstand vor dem Tier und vier Meter dahinter halten
  • den Anweisungen der Schutzgebietsmitarbeiter und der Tauchbasen folgen
  • keine Menschenansammlungen um das Tier bilden und nicht versuchen, es an einer Stelle zu halten

Für alle, die im Meerestourismus arbeiten, lautet die Botschaft des Berichts: Eine Tour sei nicht daran zu messen, wie nah die Kamera herankommt, sondern daran, ob Gäste das Tier beobachten können, ohne sein natürliches Verhalten zu verändern.

Noch kein Beleg für ein dauerhaftes Vorkommen

Walhaie wurden an mehreren Stellen des Roten Meeres registriert, unter anderem bei Hurghada, Safaga und Marsa Alam. Das gibt Forschern die Möglichkeit, Daten über ihre Wanderungen und die Umstände ihres Auftauchens zu sammeln. Wahballah sagte, die wiederholten Sichtungen seien untersuchungswürdig, reichten allein aber nicht aus, um die Region als dauerhaften Lebensraum der Art zu bezeichnen. Dafür brauche es langfristige wissenschaftliche Daten zu Bewegungsmustern und Auftretenszeiten.

Dr. Mahmoud Dar, früherer Direktor des Instituts für Meereswissenschaften und Fischerei in Hurghada, sagte, die Bedeutung des Walhais gehe über die Begeisterung der Taucher hinaus: Sein Vorkommen verweise auf den Artenreichtum des Roten Meeres und untermauere die Notwendigkeit, die Ökosysteme zu schützen, von denen die Meerestiere abhängen. Schutz bedeute mehr als ein Fang- und Schädigungsverbot – auch weniger Verschmutzung, die Erhaltung des natürlichen Lebensraums und Aufklärung unter den Beschäftigten im Meeresbereich, unter Touristen und unter Tauchern. Klimawandel und Druck auf die marinen Ökosysteme erforderten weitere Beobachtung und eine Zusammenarbeit von Forschung, zuständigen Behörden und Tauchbasen.

Die Frage des Ökotourismus

Der Tourismusexperte Essam Ali sagte, die Beobachtung von Walhaien sei eine Chance für den Ökotourismus am Roten Meer, lege aber eine unmittelbare Verantwortung auf Veranstalter und Tauchbasen: Sie müssten eine sichere Erfahrung auf Grundlage von Aufklärung und Regeltreue bieten, nicht durch Verfolgen oder übermäßiges Annähern. Dazu gehöre, Tauchguides im Umgang mit sensiblen Arten zu schulen, Gäste vor Tourbeginn zu unterrichten, Sichtungen zu dokumentieren und zu melden, damit die Forschung sie nutzen kann, und die Regeln für Meeresaktivitäten anzuwenden.

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Quellen

Grundlage ist ein Bericht des ägyptischen Nachrichtenportals Sada El Balad (elbalad.news), das Dr. Ahmed Wahballah, Direktor des Instituts für Meereswissenschaften, Dr. Mahmoud Dar, früheren Direktor des Instituts für Meereswissenschaften und Fischerei in Hurghada, sowie den Tourismusexperten Essam Ali zitiert und Verhaltensregeln wiedergibt, die es den Schutzgebieten des Roten Meeres zuschreibt. Ein Datum der Sichtung nennt der Bericht nicht; eine eigene Mitteilung der Schutzgebiete dazu liegt uns nicht vor.

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