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Reise

Wo übernachten am Roten Meer? El Gouna, Hurghada, die Buchten oder Marsa Alam

Ein ehrlicher Guide zur Wahl Ihrer Basis an Ägyptens Rotmeerküste – vom lebhaften Hurghada und gehobenen El Gouna über die ruhigen Resortbuchten bis zum abgelegenen Marsa Alam.

5. November 2024

Aktualisiert 1. August 2026

The Sheraton resort in El Gouna
Photo: Marc Ryckaert, CC BY 3.0

Ägyptens Rotmeerküste ist nicht ein Reiseziel, sondern eine lange Kette sehr unterschiedlicher Orte, jeder mit eigenem Charakter, Tempo und Preisschild. Wo Sie sich einquartieren, prägt die ganze Reise: ob Sie zum Abendessen laufen oder gefahren werden, ob Ihr Riff einen Flossenschlag vom Strand liegt oder eine Bootsfahrt entfernt, und ob Ihre Abende an einer Marina-Bar enden oder unter einem stillen Himmel. Von den Lagunen El Gounas im Norden bis zu den wilden Riffen von Marsa Alam: Hier ist ein ehrlicher Blick auf die wichtigsten Basen, für wen sie jeweils passen und welche Kompromisse Sie mit der Wahl eingehen.

Hurghada: lebhaft, zentral und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Hurghada ist das Zentrum der Küste und ihre geschäftigste Stadt. Sie hat die breiteste Spanne an Unterkünften, von einfachen Gästehäusern bis zu großen Strandhotels, und die Preise sind tendenziell die wettbewerbsfähigsten – gerade weil es so viel Auswahl und Konkurrenz gibt.

Sie passt zu Ihnen, wenn Sie Energie, Optionen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wollen. Hier gibt es eine echte Stadt, nicht nur eine Hotelmeile: Märkte, ein altes Viertel (El Dahar), eine lange Promenade, die Marina, Tauchbasen, Restaurants für jedes Budget und das aktivste Nachtleben der Küste.

Die Kompromisse sind die Kehrseite dieser Energie. Manche Gegenden wirken zugebaut und voll, Strände und Hausriffe unterscheiden sich stark von Hotel zu Hotel, und Sie hören mehr Verkaufssprüche von Läden und Anwerbern als in den abgeschlossenen Buchten. Wählen Sie Ihre konkrete Gegend und Unterkunft sorgfältig, und Hurghada belohnt Sie.

– Am besten für: Erstbesucher, Budget- und Mittelklasse-Reisende, Nachtleben, leichten Zugang zu Tauchbooten und Tagesausflügen. – Weniger ideal für: alle, die einen ruhigen, polierten, in sich geschlossenen Rückzugsort suchen. – Flughafen: Hurghada (HRG), das nächstgelegene große Tor, mit kurzen Transfers in die meisten Teile der Stadt.

El Gouna: die gehobene, fußläufige Lagunenstadt

Eine kurze Fahrt nördlich von Hurghada (rund 20–25 km) liegt El Gouna, eine eigens gebaute Stadt aus Lagunen, Inseln und niedriger Architektur. Sie ist die fußläufigste, am internationalsten wirkende Basis der Küste, beliebt bei Expats und Wiederkehrern.

Sie passt zu Ihnen, wenn Sie eine aufgeräumte, organisierte Umgebung schätzen, lieber zwischen Restaurants und Bars spazieren oder ein Tuk-Tuk nehmen, statt auf Hoteltransfers zu setzen, und Wassersport, eine Marina, Golf und eine echte Downtown gern in einem ordentlichen Paket haben. Englisch ist weit verbreitet, und die ganze Stadt ist auf Freizeit ausgerichtet.

Der Kompromiss ist der Preis und ein leicht kuratiertes Gefühl. El Gouna ist bei Essen, Getränken und Zimmern spürbar teurer als Hurghada, und manche Reisende finden es so poliert, dass es sich vom ägyptischen Alltag getrennt anfühlt. Für viele sind genau diese Ruhe und Bequemlichkeit der Punkt.

– Am besten für: Paare, längere Aufenthalte, Remote-Worker und Expats, fußläufige Abende, Wassersport. – Weniger ideal für: knappe Budgets oder alle, die eine raue, lokale Atmosphäre wollen. – Flughafen: Hurghada (HRG); rechnen Sie die Fahrt nach Norden zu Ihrer Transferzeit hinzu.

Sahl Hasheesh, Makadi und Soma Bay: die ruhigen Resortbuchten

Südlich von Hurghada liegt eine Reihe in sich geschlossener Resortbuchten. Sahl Hasheesh und Makadi sitzen relativ nah am Flughafen, Soma Bay liegt ein Stück weiter unten. Alle drei sind ruhiger, abgeschlossener und stärker resortgeführt als die Städte.

Sie passen zu Familien und allen, die einen stressfreien Alles-in-einem-Urlaub wollen: auf der Anlage bleiben, Strand und Pools nutzen, vor Ort essen und nur für den gelegentlichen Ausflug hinausfahren. Die Buchten bieten allgemein gutes Schwimmen, gepflegte Strände und an mehreren Stellen einfaches Hausriff-Schnorcheln direkt vom Ufer oder von einem Steg. Soma Bay ist besonders für seine langen, flachen Wasserflächen bekannt und bei Wassersport- und Golfgästen beliebt.

Der Kompromiss: Außerhalb der Resorts gibt es kaum etwas, wohin man laufen könnte. Essen und Nachtleben sind weitgehend das, was Ihr Hotel bietet, und für den Weg in eine Stadt sind Sie auf Taxis oder organisierte Transfers angewiesen. Diese Geschlossenheit ist für manche Reisende ein Vorzug und für andere eine Einschränkung.

– Am besten für: Familien, ruhesuchende Paare, All-inclusive-Bequemlichkeit, einfaches Schnorcheln vom Strand. – Weniger ideal für: unabhängige Reisende, die gern zwischen Bars und lokalen Restaurants schlendern. – Flughafen: Hurghada (HRG); die näheren Buchten sind ein relativ kurzer Transfer, Soma Bay etwas länger.

Safaga: unaufgeregt, mit Wind und Kite

Etwa 50–60 km südlich von Hurghada liegt Safaga, eine arbeitende Hafenstadt, die gut unter dem Touristenradar bleibt. Sie ist unaufgeregt und unpoliert, mit einem kleinen Cluster von Resorts statt einer Urlaubsmeile.

Sie passt vor allem zu Windsport-Gästen. Die verlässlichen Brisen der Bucht machen sie zu einer anerkannten Basis für Kitesurfen und Windsurfen, und das Tauchen vor der Küste ist angesehen. Reisende, die Hurghada gesehen haben und etwas Ruhigeres, Günstigeres und weniger Pauschales wollen, landen oft hier.

Der Kompromiss: In der Stadt gibt es jenseits von Sport und Resort wenig zu tun. Das Nachtleben ist minimal, die Auswahl begrenzt, und Sie tauschen Vielfalt gegen Ruhe und Bedingungen auf dem Wasser.

– Am besten für: Kitesurfer, Windsurfer, Taucher, Ruhesuchende mit kleinem Budget. – Weniger ideal für: Familien, die Einrichtungen wollen, oder alle, die eine lebhafte Szene suchen. – Flughafen: Hurghada (HRG), mit einem längeren Transfer nach Süden.

Marsa Alam: abgelegen, für Tauchen und Natur

Weit im Süden ist Marsa Alam der Joker der Küste. Es ist abgelegen und weitläufig, mit Resorts, die über einen langen, weitgehend unbebauten Küstenstrich verteilt sind, statt einer zentralen Stadt.

Es passt zu Tauchern, Schnorchlern und Naturliebhabern. Dies ist die Region für einige der gefeiertsten Meeresbewohner des Roten Meeres, mit renommierten Riffen, Seegrasbuchten, die für Meeresschildkröten und Dugongs bekannt sind, und Zugang zu berühmten Offshore-Plätzen. Die Leere ist der Reiz: dunkle Himmel, stille Strände und ein starkes Gefühl, wirklich weg von allem zu sein.

Der Kompromiss ist die Isolation. Es gibt kein echtes Stadtleben, Essen und Unterhaltung sind überwiegend resortbasiert, und Versorgung und Services sind dünner als weiter nördlich. Entscheidend: Planen Sie Ihre Flüge danach.

– Am besten für: Taucher, Schnorchler, Natur- und Wildtierfans, echtes Abschalten. – Weniger ideal für: Nachtleben, fußläufiges Essengehen, alle, die abseits des Riffs Beschäftigung wollen. – Flughafen: Marsa Alam (RMF) ist das natürliche Tor; wer stattdessen nach Hurghada (HRG) fliegt, hat einen langen Straßentransfer nach Süden vor sich.

Das Fazit in Kürze

Passen Sie die Basis an die Reise an, nicht umgekehrt. Preiswert, vielfältig und mit Trubel? Hurghada. Fußläufige Politur und Wassersport? El Gouna. Als Familie unterwegs oder auf der Suche nach Ruhe? Die Buchten Sahl Hasheesh, Makadi oder Soma Bay. Wind jagen mit kleinem Budget? Safaga. Fürs Riff leben und gern abgelegen sein? Marsa Alam, mit Flug nach RMF. Was immer Sie wählen: Bestätigen Sie vor der Buchung die Transferzeiten und den konkreten Strand samt Hausriff Ihres Hotels – beides variiert selbst innerhalb einer einzigen Gegend erheblich.

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Quellen

A practical guide from the Hurghada News desk.

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