Jugendherbergen werden als Notunterkünfte vorbereitet – Kanaldeckel sollen bei Regenbeginn sofort geöffnet werden
Das Gouvernement Rotes Meer hat höchste Alarmbereitschaft angeordnet: Technik in den gefährdetsten Gebieten, Kanaldeckel offen, sobald Regen fällt, und Jugendherbergen sowie Jugendzentren als Notunterkünfte, falls Straßen zwischen den Küstenorten unpassierbar werden.
11. Oktober 2026

Jugendherbergen und Jugendzentren am Roten Meer werden darauf vorbereitet, Anwohner aufzunehmen, falls das Wetter die Straßen zwischen den Küstenorten sperrt. Das Gouvernement erhöht damit die zweite Woche in Folge seine Hochwasser-Alarmbereitschaft.
Hassan Mawafi, Generalsekretär des Gouvernements Rotes Meer, hat höchste Alarmbereitschaft und alle notwendigen Vorsorgemaßnahmen gegen mögliche Sturzfluten angeordnet. Er verwies dabei laut Sada El-Balad auf die Warnungen der ägyptischen Wetterbehörde vor unbeständigem Wetter und Regen, der in mehreren Gebieten Hochwasserstärke erreichen könnte.
Seine Anweisungen umfassen vier Punkte:
- Schweres Gerät und Notfalltechnik werden in den am stärksten von Sturzfluten bedrohten Gebieten zusammengezogen. Die Straßen- und Brückenbehörde soll ihre Einsatzkräfte breiter verteilen und Bereitstellungspunkte einrichten, damit Trupps stehendes Wasser oder abfließende Wassermassen schnell erreichen.
- Das Trinkwasser- und Abwasserunternehmen soll die Kanaldeckel öffnen, sobald Regen fällt – im Rahmen der Kapazität der Pumpwerke –, damit sich das Wasser nicht in Straßen und Wohngebieten sammelt.
- Eine erneute Prüfung, ob die Notfalltechnik einsatzfähig und beweglich ist.
- Jugendherbergen und Jugendzentren werden bereitgehalten, um Anwohner aufzunehmen, falls Straßen gesperrt werden oder Fahrten zwischen den Städten unmöglich werden; wo nötig sollen sichere Orte bereitgestellt werden.
Die Wetterbehörde gab in ihrer Prognose für Sonntag die Wahrscheinlichkeit für leichten bis mittleren, teils gewittrigen Regen über Teilen des südlichen Oberägypten mit rund 40 Prozent an. Regen, der bis zu Sturzfluten führen kann, sei zeitweise über Teilen des zentralen und südlichen Sinai, dem Golf von Akaba und Teilen des Gouvernements Rotes Meer möglich, wie Egypt Independent berichtet. Gewarnt wurde außerdem vor starken Fallwinden unter den Gewitterwolken und vor Blitzschlag.
Die Mitteilung nennt nicht, welche Teile des Gouvernements als besonders gefährdet gelten, benennt die vorbereiteten Herbergen und Zentren nicht und gibt kein Enddatum für die Alarmbereitschaft an. Sie folgt auf den Sturm vom Freitag, der Straßen in Hurghada überflutete und in El Quseir den Strom ausfallen ließ.