Ein Dugong mit Kalb vor Marsa Alam, ein Walhai vor Hurghada – und für beide gilt: nicht anfassen
Taucher filmten am Freitagmorgen vor Marsa Alam einen Dugong mit seinem Kalb, am selben Tag tauchte vor Hurghada ein Walhai auf. Die Schutzgebietsbehörde nennt den Hai harmlos – Abstand halten gilt trotzdem für beide.
24. September 2026

Am selben Tag zeigten sich zwei seltene Tiere vor dieser Küste. Taucher filmten vor Marsa Alam am Freitagmorgen einen Dugong mit seinem Kalb, und vor Hurghada tauchte ein Walhai auf – so berichten Cairo 24, Masrawy, Youm7 und Sada El-Balad.
Der Dugong, die Seekuh, die auf Arabisch «Braut des Meeres» heißt, zog Taucher und ausländische Urlauber an, die das Paar beobachteten und fotografierten. Dugongs sind eine vom Aussterben bedrohte Meeressäugetierart und stehen in ägyptischen Gewässern unter Schutz; Jagd oder Störung sind verboten.
Dr. Mahmoud Dar, früherer Direktor des Instituts für Meereswissenschaften und Fischerei, sagte, das Auftauchen eines Dugongs im Roten Meer sei ein Zeichen für eine intakte Meeresumwelt und dafür, dass die Bedingungen für das Tier gut genug seien, um sich fortzupflanzen. Zur Art nannte er einige Einzelheiten:
- Dugongs können rund 70 Jahre alt werden
- ausgewachsene Tiere sind meist 2,5 bis 3 Meter lang
- sie leben in relativ flachem Wasser mit Seegras, das sie mit ihren großen Lippen abweiden
- sie bewegen sich paarweise oder in kleinen Gruppen; ein Weibchen bekommt meist ein einzelnes Kalb, das in den ersten Lebensmonaten eng bei der Mutter bleibt
Weil sie sich von Seegras ernähren, hänge ihr Vorkommen unmittelbar vom Zustand dieser Wiesen ab, sagte Dar – und genau deshalb ist ein Muttertier mit Kalb die ermutigende Nachricht an dieser Sichtung.
Der Walhai ist nicht die Gefahr, nach der er aussieht
Den Walhai entdeckten Teilnehmer einer Bootstour vor Hurghada. Die Behörde der Schutzgebiete am Roten Meer erklärte, das Tier sei von Natur aus friedlich und für Menschen ungefährlich; sein Erscheinen sei ein natürliches Ereignis, das sich zu verschiedenen Jahreszeiten wiederhole.
Trotz seiner Größe ist er kein Räuber: Er filtert Plankton und kleinste Lebewesen aus dem Wasser. Die Empfehlung der Behörde lautet, sicheren Abstand zu halten, das Tier nicht zu berühren, ihm nicht nachzujagen, seinen Kurs nicht zu verändern und es nicht für Fotos zu bedrängen.
Das ist dieselbe Botschaft, über die diese Seite am 4. September berichtete, als Ranger Besucher baten, die damals wiederholt vor Hurghada und Marsa Alam gesichteten Walhaie nicht anzufassen. Sie steht auch hinter der in diesem Monat gemeldeten Entscheidung des Gouverneurs, die Kapazität der Schnellboote für Delfin-Touren zu begrenzen.
Wer in diesen Tagen auf einem Boot sitzt und neben sich etwas Großes auftauchen sieht, dem sagen sämtliche offiziellen Hinweise im Kern dasselbe: hinschauen – und in Ruhe lassen.