Baurechtsverstöße an sieben Gebäuden in Safaga festgestellt
Kontrolleure haben in Safagas Viertel „Rundfunk und Fernsehen" an sieben Gebäuden Bauverstöße registriert – der jüngste Schritt einer Kampagne am Roten Meer, die bereits Bauarbeiten in Hurghada und El Quseir gestoppt hat.
9. September 2026
An sieben Gebäuden im Viertel „Rundfunk und Fernsehen" (Taqsim al-Izaa wal-Television) in Safaga sind Bauverstöße festgestellt worden, wie Sada El-Balad am Dienstag berichtet.
Über diese Zahl hinaus gibt der Bericht wenig her. Er nennt weder die Art der Verstöße – nicht genehmigte Stockwerke, Überbauung der Grundstücksgrenze oder Arbeiten ohne Genehmigung gehören am Roten Meer zu den häufigsten Kategorien – noch die Eigentümer. Auch ob die Arbeiten vor Ort gestoppt wurden und welche Strafen oder Abrissanordnungen folgen könnten, bleibt offen. Ein Zeitplan für das weitere Vorgehen wird nicht genannt.
Der Fund passt zu einem Muster, das diese Redaktion den Sommer über verfolgt hat. Das Gouvernement Rotes Meer geht anhaltend gegen Bauverstöße vor: In Hurghada wurden Arbeiten gestoppt, in El Quseir liefen Vollzugsmaßnahmen, und der Gouverneur ordnete den Abriss von 28 nicht genehmigten Gebäuden im Hurghadaer Stadtteil Magawish an. Safagas Wohnviertel sind nun Teil derselben Kontrollwelle.
Zur Einordnung: Baukontrolle wiegt in einem Küstengouvernement schwerer, als die Aktenlage vermuten lässt. Nicht genehmigte Etagen und Anbauten belasten die Infrastruktur – Wasser, Abwasser und Stromnetze sind auf eine genehmigte Zahl von Wohneinheiten ausgelegt – und lassen sich kaum rückgängig machen, sobald Familien eingezogen sind. Deshalb greifen die Behörden meist schon im Stadium der Bestandsaufnahme ein.
Für die Menschen in Safaga stellt sich nun die Frage, was mit den sieben erfassten Gebäuden geschieht und ob weitere Kontrollen im Viertel folgen. Für Besucher wirkt das indirekt, aber spürbar: Dieselbe Kampagne hält den Druck von der Versorgung der Stadt fern – in einer Saison, in der die Nachfrage ohnehin am höchsten ist.