Neun neue Deutschlehrer für Schulen am Roten Meer – Online-Unterricht soll folgen
Die Schulbehörde des Roten Meeres hat den Mangel an Deutschlehrern mit neun Neueinstellungen über Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft geschlossen und bereitet nun Online-Unterricht in Französisch und Deutsch für ein weitläufiges Gouvernement vor.
3. Oktober 2026

Die Schulen am Roten Meer haben neun neue Deutschlehrer eingestellt und damit einen Mangel behoben, den die Schulbehörde des Gouvernements zu ihren dringendsten Problemen zählt, wie Al-Masry Al-Youm berichtet.
Dr. Ashraf El-Araby, Unterstaatssekretär des Bildungsministeriums für das Rote Meer, sagte bei einem Gespräch mit örtlichen Journalisten, die Behörde habe die Lehrkräfte über Partnerschaften mit Einrichtungen der Zivilgesellschaft im Gouvernement gefunden. Verteilt worden seien sie nach dem tatsächlichen Bedarf der Schulen und unter Berücksichtigung der Wünsche der Lehrer – es gehe um eine echte Verteilung, die den Schulen Stabilität gebe, nicht um eine Zahl auf dem Papier.
Deutsch hat hier mehr Gewicht als im Landesdurchschnitt: Die Nachfrage nach Sprachschulen und nach den sogenannten Schulen für herausragende Bildung ist hoch in einem Gouvernement, dessen Hotels viele deutschsprachige Gäste empfangen. El-Araby verband den Plan der Behörde ausdrücklich mit dieser Wirtschaft. Hurghada und die anderen Städte des Gouvernements gehörten zu den wichtigsten Tourismuszielen Ägyptens, sagte er, und die Fähigkeiten der Schüler müssten zu den Anforderungen dieses Arbeitsmarktes passen.
Als nächster Schritt ist Online-Unterricht geplant. El-Araby sagte, virtuelle Stunden würden gemeinsam mit den Fachberatern für die zweiten Fremdsprachen – zuerst Französisch und Deutsch – vorbereitet, um die Geografie des Gouvernements auszugleichen, wo die Städte weit entlang einer langen Küste verteilt liegen und manche Fächer nur an wenigen Schulen vertreten sind. Außerdem kündigte er ein Zentrum für Sprachentwicklung unter der Abteilung für begabte Schüler an, das Sprachtalente erkennen und fördern soll; weitere Fremdsprachen sollen künftig zum Angebot hinzukommen.
El-Araby verwies zudem auf die Schulordnung als eine Säule der kommenden Phase: Es seien Anweisungen ergangen, beim Morgenappell neben dem Flaggengruß täglich eine Minute dem Thema Heimat und Zugehörigkeit zu widmen.
Einen Zeitplan für den Online-Unterricht oder das Sprachzentrum nennt der Bericht nicht, ebenso wenig, wie viele Deutschlehrer dem Gouvernement noch fehlen.