Die Quelle „Al-Maglah“ bei Safaga: Safari-Stopp, an dem Gazellen und Zugvögel trinken
Rund 16 Kilometer vom verlassenen Phosphatdorf Umm Huwaitat entfernt tritt Wasser etwa fünf Meter über dem Boden aus dem Fels. Laut Youm7 ist die Quelle ein fester Halt der Wüstensafaris, die von den Hotels bei Safaga, Soma Bay und Makadi aus starten.
15. Oktober 2026

Eine natürliche Quelle in den Bergen hinter Safaga, die die Menschen der Region Al-Maglah nennen, ist zu einem der regelmäßigen Stopps der Bergsafaris geworden, die von Hotels und Resorts bei Safaga aus starten – darunter die Gebiete Soma Bay und Makadi. Das berichtet die egyptische Tageszeitung Youm7 in einem Artikel mit dem Datum 15. Oktober.
Das Wasser tritt in einer Höhe von etwa fünf Metern über dem Boden zwischen den Felsen hervor und kommt klar aus dem Untergrund, heißt es in dem Bericht. Der von den Anwohnern verwendete Name Al-Maglah verweist auf diese Klarheit des Wassers.
Wo sie liegt und was dort lebt
Mostafa Fatihy, ein Veranstalter von Bergsafaris, sagte gegenüber Youm7, die Quelle liege etwa 16 Kilometer vom alten Dorf Umm Huwaitat in Safaga entfernt. Sie sei eine wichtige Wasserstelle für Wildtiere und Zugvögel, die dort trinken – besonders in den Zugzeiten – und damit eine natürliche Wasserquelle mitten in der Wüste.
In der Umgebung der Quelle seien Wildtiere beobachtet worden, unter ihnen:
- die ägyptische Gazelle
- das Mähnenschaf, örtlich al-kabsch al-arwi genannt
Neben Reisegruppen, die im Rahmen von Safariprogrammen kommen, besuchten auch Bewohner der Region die Quelle bei Tagesausflügen, sagte er.
Das Geisterdorf nebenan
Unweit von Al-Maglah liegt das alte Umm Huwaitat, ein Dorf, dessen Name lange mit dem Phosphatabbau verbunden war, bevor es verlassen wurde. Später erhielt es den Beinamen „Dorf der Geister und Dschinn“. Früher galt es als die Festung des Phosphats; der Abbau wurde unter englischer Verwaltung betrieben.
Die Minen gehen auf das Jahr 1902 zurück, als die Engländer sie zum Phosphatabbau anlegten, anschließend Wohnungen für die Arbeiter bauten und ihnen später erlaubten, ihre Familien mitzubringen, sodass der Ort schrittweise zu einem vollständigen Dorf wuchs. Es gab Arbeiterwohnungen, Schulen und eine Moschee, und es zog Arbeiter besonders aus den Gouvernements Oberägyptens an. Als der Abbau endete, verließen die Bewohner den Ort; die Überreste stehen heute als Zeugnis eines wichtigen Abschnitts der Bergbaugeschichte am Roten Meer.
Was der Bericht nicht sagt
Youm7 nennt für die Quelle weder Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Zugangsregeln noch Kontaktdaten von Veranstaltern oder einen Buchungsweg. Al-Maglah wird dort ausschließlich als Ziel beschrieben, das bereits Teil bestehender Wüstensafari-Programme von den Resorts bei Safaga aus ist.