Die neun bekanntesten Wracktauchplätze im Roten Meer – von der Thistlegorm bis zur Salem Express
Ein Tauchlehrer vom Roten Meer nennt die neun Wracks, nach denen Taucher am häufigsten fragen, und ein Meeresforscher aus Hurghada erklärt, warum die Schiffsrümpfe heute Riff sind. Tiefen, Positionen und Preise nennt der Bericht nicht.
14. Oktober 2026

Auf dem Grund des Roten Meeres liegen Dutzende Wracks – Kriegsschiffe, Frachter, Passagierschiffe und Fischerboote. Über die Jahrzehnte sind daraus Tauchplätze geworden, die Al-Masry Al-Youm als offene Museen beschreibt und die Tausende Taucher und Urlauber besuchen.
Ahmed Beigo, Tauchlehrer am Roten Meer, nannte der Zeitung die bekanntesten:
- SS Thistlegorm, für ihn einer der berühmtesten Tauchplätze der Welt
- SS Rosalie Moller
- SS Numidia
- Giannis D
- Salem Express
- SS Carnatic
- Chrisoula K
- Kimon M
- SS Aida
Wie sie dorthin kamen
Die Schiffe gelangten auf unterschiedlichen Wegen auf den Meeresboden: durch Kriege und Seegefechte, durch Stürme und schweres Wetter oder durch Unfälle und menschliches Versagen, heißt es in dem Bericht. Die Thistlegorm ist mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden; nach ihrem Untergang wurde sie zu einem Ziel, für das Taucher aus aller Welt anreisen – wegen der Überreste, der Ausrüstung und der Spuren ihres Kriegsauftrags, die im Schiff geblieben sind. Die Numidia ist dafür bekannt, wie viel vom Schiff in der Tiefe erhalten ist, die Giannis D für das Zusammenspiel von Schiffsresten, Korallenformationen und den Meerestieren, die das Wrack zu ihrem Lebensraum gemacht haben.
Die Salem Express steht für sich. Der Platz ist mit einem Schiffsunglück verbunden, und dem Bericht zufolge wird er mit besonderer Rücksicht behandelt – als Ort, der das Andenken an die Opfer bewahrt.
Carnatic, Chrisoula K, Kimon M und Aida sind mit der Zeit Teil der Unterwasserlandschaft geworden, überwachsen von Korallen und Meereslebewesen, und ziehen heute Taucher, Unterwasserfotografen und an Seefahrtsgeschichte Interessierte an.
Aus Rümpfen wurde Riff
Dr. Hussein Nasr, Korallenriff-Spezialist am Institut für Meereswissenschaften in Hurghada, sagte, die Bedeutung der Wracks sei nicht nur historisch und touristisch. Mit der Zeit würden die versunkenen Rümpfe zu Lebensräumen, die Meerestiere und Korallen anziehen, und damit Teil des Ökosystems unter Wasser; ein Tauchgang verbinde so Geschichte mit Meeresbeobachtung. Zu sehen seien Rumpfteile, Gänge und Ausrüstung, daneben wachsende Hart- und Weichkorallen, um die sich Fische sammeln.
Dieser Ruf stützt den Tauchtourismus, den der Bericht als einen der wichtigsten Spezialbereiche des Tourismus in den Städten am Roten Meer bezeichnet – vor allem in Hurghada und Marsa Alam sowie an den Plätzen im Süden des Sinai. Fotos und Videos aus dem Wasser, die online geteilt werden, sind demnach zu einem wichtigen Weg geworden, auf dem Wracks, Riffe und Seefahrtsgeschichte der Region im Ausland wahrgenommen werden.
Im Bericht zitierte Beschäftigte aus Tauch- und Meerestourismus sagen, Wrackplätze seien eine besondere Art von Attraktion, weil sie Abenteuer, Entdeckung, Geschichte und Meeresleben an einem Ort zusammenbringen.
Was der Bericht nicht nennt
Er nennt für die einzelnen Wracks weder Positionen noch Tiefen oder Erfahrungsvoraussetzungen und auch keine Tauchbasen, Termine oder Preise.