Delfin-Touren: Rotes Meer will Schnellboote begrenzen und Bootslizenzen neu ordnen
Der Gouverneur hat eine Datenbank aller Boote in den Gewässern des Gouvernements angeordnet sowie neue Regeln für die privaten Schnellboote, die Delfin-Touren anbieten – samt Obergrenzen für die Zahl der Passagiere.
24. September 2026

Der Gouverneur des Roten Meeres, Walid El-Barqi, hat eine grundlegende Neuordnung der Bootslizenzen im Gouvernement angeordnet. Dazu gehören auch neue Vorgaben für die privaten Schnellboote, die Touristen zu Delfin-Touren hinausfahren, wie Al-Masry Al-Youm und Sada El-Balad berichten.
Bei einem Treffen mit dem zuständigen Ausschuss für maritime Aktivitäten forderte er, die bereits vom Gouvernement ausgearbeiteten neuen Regeln für Ersatz und Erneuerung von Lizenzen zu prüfen und zur Unterzeichnung zu bringen. Zudem sollen technische Standards für Ausflugsboote festgelegt werden. Der technische Zustand eines Bootes soll vor jeder Lizenzverlängerung strenger geprüft werden.
Angeordnet wurde außerdem eine umfassende Datenbank aller Boote, die in den Gewässern des Gouvernements unterwegs sind. Erfasst werden sollen:
- Bootstyp und Art der Nutzung
- Länge und technischer Zustand
- Art der Lizenz
- Daten zur Arbeits- und Betriebssicherheit
Das Treffen befasste sich auch damit, Boote nach ihrer Nutzung einzuteilen – private Boote, entgeltlich betriebene Boote und Serviceboote – und klar zwischen reinen Vergnügungsfahrten und bezahlten Fahrten zu unterscheiden, jeweils mit eigenen rechtlichen und technischen Anforderungen.
Dr. Ahmed Ghallab, Generaldirektor der Schutzgebiete am Roten Meer, sagte, für Schnellboote auf Delfin-Touren müsse die zulässige Betriebskapazität festgelegt werden, mit Auflagen zum Schutz der Meerestiere und zur Sicherung dieser Form des Ökotourismus. Er forderte eine vollständige Datenbank der privaten Boote in diesem Segment, damit die Behörden kontrollieren und die Regeln durchsetzen können – besonders in Gebieten, die wichtige Lebensräume für Delfine sind.
Wann die neuen Regeln gelten, wie hoch die Obergrenzen ausfallen und welche Strafen Anbietern drohen, geht aus den Berichten nicht hervor.
Für Besucher steht die Änderung damit vorerst nur auf dem Papier – sie verweist aber auf einen bekannten Konflikt an dieser Küste. Diese Seite berichtete am 4. September, dass Ranger Touristen baten, die wiederholt vor Hurghada und Marsa Alam gesichteten Walhaie nicht zu berühren. Dieselbe Spannung zwischen einem beliebten Ausflug und den Tieren, von denen er lebt, zieht sich durch die neuen Regeln.