Hotelverband: Hurghada und Sharm el-Sheikh stehen für rund 80 Prozent des Ägypten-Tourismus
Der ägyptische Verband der Hotelkammern beziffert den Anteil der beiden Badeorte am Roten Meer auf etwa vier Fünftel des gesamten einreisenden Tourismus – ein Anteil, keine absolute Zahl.
4. September 2026

Auf Hurghada und Sharm el-Sheikh entfallen zusammen rund 80 Prozent des nach Ägypten einreisenden Tourismusverkehrs, wie der ägyptische Verband der Hotelkammern laut Veto mitteilte.
Die Zahl des Verbands ist ein Anteil, keine Kopfzahl. Der Bericht von Veto nennt weder die absolute Besucherzahl hinter dem Prozentsatz noch den Zeitraum, auf den er sich bezieht, noch die Aufteilung zwischen den beiden Ferienstädten – und auch nicht, ob der Anteil nach Ankünften, Übernachtungen oder Hotelbuchungen gemessen wird.
Selbst als grobe Größe sagt sie etwas Deutliches darüber, wie der ägyptische Tourismus tatsächlich funktioniert: Die große Mehrheit der ausländischen Gäste kommt mit Flügen, die direkt an einem Badeort am Roten Meer landen, statt über Kairo zu den pharaonischen Stätten zu reisen. Für Hurghada heißt das: Hotels, Tauchbasen, Restaurants und Flughafentransfers sind nicht ein Nebengeschäft, sondern das Hauptgeschäft.
Aktuelle lokale Zahlen weisen in dieselbe Richtung. Hurghada News berichtete, dass der internationale Flughafen Hurghada im Sommer 18.200 Flüge abfertigte – ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und dass die Hotels der Stadt den dritten Monat in Folge volle Auslastung meldeten.
Für Besucher ist eine derart hohe Konzentration ebenso eine praktische Warnung wie eine Statistik: Wenn zwei Städte den Großteil der Ankünfte eines Landes aufnehmen, sind Zimmer in den Spitzenwochen früh vergeben und späte Buchungen teuer. Für Anwohner ist sie der Grund, warum eine einzige Störung im Flugmarkt – eine ausgesetzte Route, ein Währungssprung in einem Quellmarkt – an der Küste binnen Wochen spürbar wird.