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ErfahrenHurghada

Kimon M

Auch bekannt als Das Linsenwrack

Unterwegs mit Linsen von der Türkei nach Indien, als sie 1978 auf das Riff lief. Das tiefste und am seltensten betauchte Wrack von Abu Nuhas – weil es genau dort liegt, wo das Wetter herkommt.

Gebaut
1952 in Hamburg gebaut als Brunsbüttel
Untergegangen
12. Dezember 1978 — Auf die Nordostecke von Sha’ab Abu Nuhas gelaufen
Schiff
In Deutschland gebauter Massengutfrachter, 106 m
Tiefe
15–32 m
Zugang
Tagesboot ab Hurghada oder El Gouna; das exponierteste der vier

Was geschehen ist

Die Kimon M war ein in Deutschland gebauter Massengutfrachter auf dem Weg von der Türkei nach Indien, den Laderaum voller Linsen, als sie im Dezember 1978 auf die Nordostecke von Abu Nuhas lief.

Ein vorbeikommendes Schiff nahm die Besatzung auf. Der Bug blieb auf dem Riff hängen und brach später ab; der Rest des Rumpfes rutschte den Hang hinunter und kam auf der Steuerbordseite zu liegen, das Heck am tiefsten bei etwa 32 m.

Sie bekommt weniger Besuch als ihre drei Nachbarn, und der Grund ist simpel: Sie liegt an der Ecke, die dem vorherrschenden Nordwind am stärksten ausgesetzt ist. Der Tag, an dem die See die Kimon M zulässt, ist nicht jeder Tag.

Was unten liegt

  • Das Heck mit der Schraube – die tiefste Struktur in Abu Nuhas
  • Der weitgehend intakte Maschinenraum, für entsprechend Ausgebildete
  • Kräftiger Korallenbewuchs auf den freiliegenden Aufbauten: Die Strömung, die den Zugang erschwert, ernährt ihn
  • Von den Linsen praktisch nichts – vierzig Jahre Meer haben das erledigt

Bedingungen

  • Am stärksten der Strömung ausgesetzt, und deshalb der häufigste Grund für Planänderungen
  • Tiefer als die anderen; begrenzend ist die Grundzeit, nicht der Atemgasvorrat
  • Am besten bei ruhigen Sommerbedingungen

Worauf Sie achten sollten

  • Tiefe plus Strömung plus Überkopfbereich sind drei Dinge auf einmal. Dieses Wrack lässt man liegen, bis die anderen drei sitzen.
  • Boote setzen es manchmal kurzfristig an, wenn die See es zulässt – vergewissern Sie sich, dass der gebriefte Tauchgang der geplante ist.

Lohnt es sich?

Für erfahrene Wracktaucher ja – es ist das ruhigste der vier und in der Tiefe das intakteste. Für alle, die ihre Wracktauchgänge noch an einer Hand abzählen: nein.

Das hier ist Planung und Geschichte, kein Tauchgangsbriefing. Bedingungen ändern sich; maßgeblich ist Ihr Guide vor Ort. Notrufnummern und die Druckkammern der Küste finden Sie auf unserer Notfallseite.

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