Die vergessene Schwester der Thistlegorm in derselben Geschichte: von derselben Staffel zwei Nächte später versenkt, im selben Ankerplatz, und in 50 m nahezu vollständig erhalten – weshalb sie fast niemand sieht.
Dieses Wrack ist ein Grab
Zwei Besatzungsmitglieder wurden nie geborgen. Das Schiff ist ihr Grab.
Sie lief 1910 als Francis am Clyde vom Stapel, fuhr zwei Jahrzehnte in der Kohlefahrt und wurde 1931 an die Moller-Linie in Schanghai verkauft, die sie in Rosalie Moller umbenannte und unter britischer Flagge weiterfahren ließ.
Im Oktober 1941 lag sie in der Straße von Gubal auf „Safe Anchorage H“, beladen mit walisischer Kohle, und wartete darauf, dass der Sueskanal frei wurde – exakt die Lage, die zwei Nächte zuvor wenige Meilen entfernt schon die Thistlegorm gekostet hatte.
In der Nacht zum 8. Oktober kam dieselbe deutsche Staffel zurück und suchte, was vom Konvoi übrig war. Eine einzelne Bombe traf Laderaum drei. Sie blieb noch mehrere Stunden über Wasser und sank um 1.40 Uhr. Zwei ihrer Besatzung wurden nie gefunden.
Weil sie langsam und aufrecht sank, ist sie erhalten, wie die Thistlegorm es nicht ist: Masten stehen, die Decks sind lesbar, der Steuerbordanker liegt genau dort, wo man ihn 1941 fallen ließ. Sie liegt in 45 bis 50 m – jenseits der Sporttauchgrenze, und genau das hat sie nahezu unberührt gelassen.
Für ausgebildete technische Taucher ist das das beste Wrack des nördlichen Roten Meeres – besser erhalten als die Thistlegorm und ohne das Gedränge. Für alle anderen ist es ein Wrack zum Nachlesen, und daran ist nichts Beschämendes.
Das hier ist Planung und Geschichte, kein Tauchgangsbriefing. Bedingungen ändern sich; maßgeblich ist Ihr Guide vor Ort. Notrufnummern und die Druckkammern der Küste finden Sie auf unserer Notfallseite.
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Ein britischer Kriegsfrachter, noch immer beladen mit der Ausrüstung einer Armee, die sie nie bekam: Motorräder, Lastwagen, Gewehre und zwei Dampfloks. Außerhalb der Truk-Lagune das bekannteste Wrack der Welt.
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Der Ortsführer für Hurghada